Personalie: iPhone-Entwicklungschef verlässt Apple
Apple hat bestätigt, dass Papermaster nicht mehr für Apple arbeitet, verweigerte aber jeden weiteren Kommentar zu der Angelegenheit, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Ob Papermaster Apple verlassen hatte oder entlassen wurde, ist nicht bekannt. Aus Unternehmenskreisen wird als Grund für den Weggang Papermasters genannt, dass der iPhone-Entwicklungsleiter mit dem Führungsstil von Steve Jobs nicht klarkam.
Papermaster und Jobs kamen nicht miteinander klar
Als Papermaster im April 2009 bei Apple anfing , musste das Unternehmen zeitweise auf Steve Jobs verzichten, weil dieser dem Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung stand. So konnte Papermaster autonomer agieren, als es mit Steve Jobs möglich gewesen wäre. Nach Informationen des Wall Street Journal hatte dann die Zusammenarbeit zwischen Papermaster und Jobs nicht gut funktioniert. Papermaster hatte schon vor Monaten das Vertrauen von Jobs verloren und war in wichtige Entscheidungen nicht eingebunden.
Steve Jobs hat das Antennendesign vom iPhone 4 festgelegt
Die Empfangsprobleme mit der Antenne im iPhone 4 sollen kein Grund für das Ausscheiden Papermasters sein. Denn Steve Jobs selbst habe vor rund einem Jahr entschieden, dass das iPhone 4 weiterentwickelt werde, obwohl das Risiko des gewählten Antennendesigns bekannt war. Papermaster war in diese Entscheidung nicht eingebunden, berichtet die Zeitung.
Als Papermasters Nachfolger wurde Bob Mansfield berufen, der als Senior Vice President die Entwicklung neuer Mac-Hardware innehat. Aber auch bei der iPhone-4-Entwicklung war er bereits eingebunden. Er war für das Retina-Display und den A4-Prozessor zuständig.
Papermaster fing im April 2009 bei Apple als iPhone- und iPod-Chefentwickler an . Dem Einstieg bei Apple ging ein Rechtsstreit mit IBM voraus, wo Papermaster zuvor tätig war. Bei IBM war er für die Power-Architektur zuständig und arbeitete zuletzt als Vizepräsident von IBMs Blade-Server-Entwicklungsgruppe. Nachdem Apple den Einstieg Papermasters bekanntgegeben hatte, antwortete IBM mit einer Klage gegen Papermaster, da dieser eine vertraglich geregelte einjährige Auszeit nicht einhalte und seinem ehemaligen Arbeitgeber durch Weitergabe von Betriebsgeheimnissen schaden würde. Der Streit wurde dann außergerichtlich beigelegt.
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