Stephen Hawking
Die Zukunft ist dort draußen
Die Zukunft der Menschheit liegt nicht auf der Erde, sondern im Weltall. Dieser Ansicht ist der renommierte britische Physiker Stephen Hawking. Die Erde wird künftig ein ungemütlicher Ort, deshalb sei es besser, ihn zu verlassen. Es komme aber darauf an, die Erde nicht zu zerstören, bevor die Technik dazu reif ist.
Überbevölkerung, Klimawandel, knapper werdende Rohstoffe - unser Planet wird in Zukunft kein besonders gemütlicher, netter Ort werden. Zieht man dazu die Konsequenzen in Betracht - Kriege um die immer knapper werdenden Ressourcen aller Art -, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Nichts wie weg! Die Menschen müssten sich zu anderen Sternen aufmachen, wenn sie überleben wollen. Davon ist der renommierte Astrophysiker Stephen Hawking überzeugt.
Katastrophen vermeiden
"Ich glaube, dass die Zukunft der menschlichen Rasse auf lange Sicht im Weltraum liegen muss", sagte der renommierte britische Wissenschaftler in einem Interview mit der Internetplattform Big Think. "Es wird schwierig genug, in den nächsten hundert Jahren Katastrophen auf der Erde zu vermeiden, geschweige denn in den nächsten Tausend oder Millionen." Seine Schlussfolgerung: Die Menschheit sollte "nicht alles auf eine Karte oder einen Planeten" setzen und ihr Glück woanders suchen - vorausgesetzt, sie schafft es, den Planeten nicht zu zerstören, bevor es so weit ist.
Grund für die Flucht in die Tiefen des Weltalls gibt es für Hawking, der sich selbst als Optimist bezeichnet, genug. Mehrfach habe es in der Vergangenheit äußerst riskante Situationen gegeben, etwa die Kubakrise im Jahr 1962, als die Welt nur knapp einem Atomkrieg entging. Hawking ist überzeugt, dass solche Ereignisse in Zukunft häufiger auftreten werden. Die Menschheit müsse dann "große Umsicht und Urteilsvermögen" aufbringen, um sie zu bewältigen.
Unfreundliche Außerirdische
Allerdings gibt es da ein kleines Problem: Sollten wir uns dereinst auf den Weg zu anderen Sternen machen, müssen wir damit rechnen, anderen intelligenten Lebensformen zu begegnen. Die aber werden alles andere als freundlich sein, erklärte Hawking vor wenigen Monaten in einer Fernsehserie.
Er glaubt, dass Außerirdische, die irgendwann auf der Erde landen könnten, von einem Planeten stammten, den sie bereits komplett geplündert hätten. Die durchstreiften dann das Weltall auf der Suche nach Rohstoffen. Die Erdbewohner aber hätten diesen Eroberern aus dem Weltraum und deren überlegener Technik wenig entgegenzusetzen. Andererseits: Heimatlose Weltraumnomaden, die von einem ausgebeuteten Planeten stammen - das wiederum klingt nach dem Zukunftsszenario, das Hawking der Menschheit zugedacht hat.
Sprechen per Computer
Der heute 68-jährige Hawking hat wichtige Arbeiten über Kosmologie verfasst. Er hat lange an der Universität in Cambridge gelehrt und ist seit dem vergangenen Jahr in Ruhestand. In Folge seiner Krankheit, der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), kann Hawking nicht mehr sprechen. Er kommuniziert deshalb mit einem Sprachcomputer.
Das Angebot Big Think wurde 2007 von zwei US-Journalisten gegründet, die zusammen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Public Broadcasting Service (PBS) gearbeitet haben. Das Angebot versteht sich als "globales Forum, das Menschen und Ideen vernetzt". Derzeit sind auf der Seite rund 1.500 Interviews mit Experten abrufbar. Darunter sind so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Jonathan Sacks, der oberste Rabbiner Großbritanniens, SETI-Gründerin Jill Tarter, die Schriftstellerin Isabel Allende, der österreichische Politologe Viktor Mayer-Schönberger oder der US-Promiblogger Perez Hilton.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed








Um mich der ganzen Thematik Quanten-Physik neutral nähern zu können, habe ich mit...
Selbst wenn wir da ziemlich schnell unterwegs wären, irgendwann wird das Raumschiff doch...
Von welchem Planeten kommst Du denn, "Freund der Erde", dass du von "der Menschheit" in...
Nö. "Survival of the fittest" heißt es bei Darwin - das bedeutet "Überleben des...