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Ironruby: Open-Source-Programmierer verlässt Microsoft

Jimmy Schementi, einer der beiden hauptverantwortlichen Programmierer für Ironruby bei Microsoft, hat den Konzern verlassen. Er zweifelt an Microsofts Selbstverpflichtung zu Ironruby und generell zur Integration quelloffener, dynamischer Sprachen in .Net.
/ Jörg Thoma
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In seinem Blog moniert Schementi(öffnet im neuen Fenster), dass das Open-Source-Team bei Microsoft bereits letztes Jahr um die Hälfte geschrumpft sei. Deshalb habe es so lange gedauert, bis die Unterstützung für Ironruby in Visual Studio fertig war. Aus den gleichen Gründen ist die Ironruby-IDE für Visual Studio noch nicht erschienen. Zu den Gründen, warum Microsoft das Team verkleinerte, gibt Schementi an, es seien die üblichen, die das mittlere Management eines großen Unternehmens bei der Softwareentwicklung angebe.

Seine Entscheidung, Microsoft zu verlassen, traf er nach einem Gespräch mit seinem Vorgesetzten, der ihn fragte, was er denn außer der Ruby-Entwicklung machen würde. Da er aber aus diesem Grund bei Microsoft anheuerte, beschloss er, einen anderen Job zu suchen. Er verlasse den Konzern aber nicht ohne Bedauern. Sein kleines Team habe erfolgreich Ruby und Python in .Net integriert und die API Dynamic Runtime Library (DRL) entwickelt. Beide wurden unter der Apache-Lizenz veröffentlicht.

Er werde weiterhin an Ironruby(öffnet im neuen Fenster) arbeiten, so Schementi in seinem Blog. Allerdings könne er dem Projekt nicht mehr seine gesamte Zeit widmen, denn er habe einen neuen Job angenommen. Er werde in der Ironruby-Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) weiter über das Projekt informieren. Schementi appelliert an Interessierte, sich an die verantwortlichen Manager Scott Wiltamuth(öffnet im neuen Fenster) und Jason Zander(öffnet im neuen Fenster) zu wenden, um Microsoft davon zu überzeugen, die Projekte weiterzuführen.

James Utzschneider – Interview auf dem Linuxtag 2010 in Berlin
James Utzschneider – Interview auf dem Linuxtag 2010 in Berlin (04:37)

Erst kürzlich hatte Microsofts neu ernannter Direktor für Open Source James Utzschneider in einem Interview mit Golem.de Microsofts Engagement zur Integration quelloffener Software in die Windows-Plattform bekräftigt. Dazu sollte auch die Zusammenarbeit mit der Open-Source-Gemeinschaft verstärkt werden. Ironischerweise wird Schementi der erste Core-Contributor des Ironruby-Projekts, der kein Angestellter bei Microsoft ist.


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