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Thomas de Maizière: Innenminister warnt vor Blackberry und iPhone

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht Deutschland verstärkt als Angriffsziel von kommerziellen, vor allem aber politischen IT-Attacken. So rät de Maizière im Handelsblatt Regierungsmitarbeiten und der Bundesverwaltung davon ab, Blackberrys und iPhones im Dienst zu nutzen. Die SPD plädiert für ein Verbot.
/ Jens Ihlenfeld
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"Wir haben einen dramatischen Anstieg von Angriffen gegen unsere Netze und insbesondere gegen Regierungsnetze", sagte der Minister dem Handelsblatt. Deshalb müsse "die Regierung sehr darauf bedacht sein, ihr eigenes Netz wirksam zu schützen".

In diesen Zusammenhang fällt auch die Entscheidung des Innenministers, vom Gebrauch der Blackberry-Mobiltelefone durch Minister der Bundesregierung und die Bundesverwaltung abzuraten: "Die Blackberry-Infrastruktur ist ein geschlossenes firmeneigenes System. Den Zugangsstandard zu unseren Netzen muss aber die Regierung selbst bestimmen können und nicht eine Privatfirma." Jede Organisation müsse eine solche Sicherheitsabwägung im Rahmen eines Risikomanagements treffen. "Jeder muss sein Risiko selber einschätzen können – der Staat für sich und die Wirtschaft für sich", sagte de Maizière dem Handelsblatt.

Der Sicherheitsexperte der SPD, Sebastian Edathy, regte ein generelles Verbot der Nutzung von bestimmten Smartphones in Ministerien an. "Alle müssen sich an die Warnungen halten. Es wäre fahrlässig, wenn durch eine falsche Nutzung ein Sicherheitsrisiko bei der Regierungsarbeit entsteht", sagte Edathy der Bild. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte wegen Sicherheitsbedenken vor dem Gebrauch von Blackberrys des kanadischen Herstellers Research in Motion oder Apples iPhones gewarnt. Die Behörde empfiehlt lediglich das Simko 2 der Telekom-Großkundensparte T-Systems für den Datenverkehr.

Thomas de Maizière hat den anderen Ressorts bereits am 19. November 2009 in einem Schreiben geraten, auf die Nutzung sowohl von Blackberrys als auch iPhones zu verzichten. Hintergrund war die zunehmende Zahl von Angriffen auf die elektronischen Informations- und Kommunikationsnetze.

[vom Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster)]


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