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Gnome 3.0: Release-Manager verteidigt Verschiebung

Die Verschiebung des Erscheinungstermins von Version 3 des Gnome-Desktops von September 2010 auf März 2011 soll den Übergang auf die neue Version für Entwickler und Benutzer erleichtern. Das sagte der Release-Manager des Gnome-Projekts Vincent Untz.
/ Jörg Thoma
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Untz rechtfertigte die Verschiebung des Erscheinungstermins der nächsten Generation des Gnome-Desktops auf der GUADEG 2010 (Gnome-Anwender- und Entwicklerkonferenz)(öffnet im neuen Fenster). Es gebe zwar kein einzelnes Projekt, das die Verspätung verursache, so Untz. In der Summe würde ein früherer Erscheinungstermin aber nicht die Qualität gewährleisten, die von dem neuen Desktop erwartet werde.

Sowohl die Gnome-Shell als auch die Dokumentation sowie die GTK+-Engine für das neue Artwork seien noch nicht fertig, so Untz. Außerdem müssen noch weitere Anwendungen auf GTK+ 3 und GSettings portiert werden.

Also werde man nach dem Gnome-Motto "Evolution statt Revolution" handeln und die Gelegenheit nutzen, den Übergang auf die neue Gnome-Generation flüssiger zu gestalten. Untz sieht in der parallelen Entwicklung von Version 3.0 und der als Zwischenversion anberaumten Version 2.32 für September 2010 keine Probleme. Das in GTK+ 3 verwendete Modul GtkApplication wurde in GKT+ 2 eingepflegt. Damit soll es möglich sein, einige der für Version 3 geplanten Funktionen auch in Version 2.32 des Desktops zu integrieren.

Gnome 2.32 soll demnach mit einer neuen Farbverwaltung sowie der Unterstützung für UPnP AV im September 2010 erscheinen. Gleichzeitig will das Gnome-Team eine Betaversion von Gnome 3 veröffentlichen. Untz will dazu die Entwicklung der Gnome-Shell bald einfrieren, damit die Entwickler nicht noch "auf weitere verrückte Ideen kommen."

Applets erteilte Untz vorerst eine Absage. Es seien nur wenige Applets programmiert worden, was darauf hinweise, dass sie für Entwickler keine attraktive Möglichkeit bieten, den Desktop zu erweitern. Die Größe der Applets nehme zudem der Arbeitsfläche zu viel Platz weg. Die meisten Applets würde die neue Gnome-Shell zur Verfügung stellen. Diejenigen Applets, die eher eine Applikation sind als ein Applet, könnten auch als Anwendungen integriert werden, so Untz. Schließlich werde unter Gnome 3 auch das Panel aus Gnome 2 verfügbar sein, in dem sich auch Applets unterbringen lassen werden.


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