Fotorestaurierung: Kaputte Bildelemente automatisch reparieren
Akvis Retoucher arbeitet wahlweise als separates Programm oder als Photoshop-Plugin. Es soll dabei helfen, Kratzer, Risse, Schmutz und sonstige Beschädigungen von eingescannten Bildern zu entfernen. Dabei lassen sich in Maßen auch fehlenden Bildteile rekonstruieren. Das funktioniert unter Einbeziehung der angrenzenden Bereiche, die für die Reparatur eingesetzt werden.
Im Gegensatz zu den meisten Clone-Pinseln muss der Anwender die Kopierarbeit jedoch nicht selbst leisten, sondern nur den defekten Bereich markieren. Wem das nicht ausreicht, findet auch im Retoucher Clone-Werkzeuge.
Die neue Version kann auch unerwünschte Gegenstände im Bild entfernen. Sie werden ebenfalls markiert und dann gelöscht, wobei der Anwender Bezugslinien einziehen kann, entlang derer der Hintergrund wiederhergestellt wird. Das ist besonders bei Architektur sinnvoll.
Wer Akvis als Photoshop-Plugin einsetzt, kann zunächst im Adobe-Programm die Selektion der unerwünschten Details vornehmen und dann Akvis Retoucher aufrufen. Dort werden die markieren Bereiche sofort übernommen. Photoshop bietet im Gegensatz zum Akvis-Werkzeug bessere Selektionswerkzeuge, die nicht nur mit freier Hand als Pinsel bedient werden müssen. Der Hersteller hat einige Bildbeispiele(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt, die mit der Software restauriert wurden.
Im Kurztest von Golem.de erwiesen sich die Ergebnisse des Retouchers als recht zwiespältig. Einerseits gelang es recht gut, Bilddefekte wie zum Beispiel Risse auszugleichen, wenn diese nicht allzu gravierend sind. Andererseits ließen sich Oberleitungen nur sehr schlecht löschen, selbst wenn diese vor einem fast einfarbigen Himmel fotografiert wurden. Die Content-Aware-Füllfunktion von Adobe Photoshop CS5 konnte an dem Beispielbild allerdings auch nicht überzeugen.
Das Programm(öffnet im neuen Fenster) steht in zwei Versionen zur Verfügung: als eigenständige Anwendung und als ein Plugin. Eine kostenlose Testversion mit zehn Tagen Laufzeit ist als Download verfügbar. Die Vollversion kostet für Privatanwender ab 67 Euro, geschäftliche Anwender zahlen 118 Euro.