Windows Phone 7: Erste Smartphones kommen im Oktober
Die ersten Smartphones mit Windows Phone 7 werden Displays mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln besitzen. Zum Marktstart unterstützt Microsoft noch keine zweite Displayauflösung. Erst im kommenden Jahr wird es dann auch Smartphones auf Basis von Windows Phone 7 geben, die die zweite von Microsoft für die Plattform unterstützte Displayauflösung bieten werden: 480 x 320 Pixel.

Bezüglich der Hardwareanforderungen rückte Microsoft von der Vorgabe ab, dass Geräte mit Windows Phone 7 ein OLED-Display besitzen müssen. Stattdessen dürfen die Gerätehersteller auch andere Displaytechniken verwenden. Der Einsatz der selbstleuchtenden OLED-Technik verspricht allerdings eine längere Akkulaufzeit, wenn der typische schwarze Hintergrund von Windows Phone 7 verwendet wird.
Mobiltelefone mit Windows Phone 7 müssen mindestens 8 GByte Flash-Speicher besitzen. Davon würden dem Anwender ungefähr 7 GByte zur Verfügung stehen, den übrigen Platz benötigt dann das Betriebssystem. Die Gerätehersteller können sich auch für einen Speicherkartensteckplatz entscheiden. Allerdings muss dieser so im Gerät integriert sein, dass der Anwender auf diesen nicht zugreifen kann. Der Austausch einer Speicherkarte soll dann den Geräteherstellern vorbehalten bleiben, um etwa ein Modell bequem mit mehr Speicher ausrüsten zu können.
Wie bereits bekannt, müssen alle Smartphones auf Basis von Windows Phone 7 eine 5-Megapixel-Kamera besitzen. Zudem sind ein Fotolicht sowie ein Auslöseknopf vorgeschrieben. Wenn der Auslöseknopf gedrückt wird, startet immer die Kameraanwendung. Das gilt auch, wenn das Gerät eigentlich gesperrt ist. Damit soll das Schießen eines Fotos schnell möglich sein. Wenn das Gerät beim Aufruf der Kamerasoftware gesperrt war, kann auf andere Funktionen des Geräts erst zugegriffen werden, wenn das System entsperrt wurde.
Windows Phone 7 ohne Multitasking und Copy-and-Paste
Zudem stellte Microsoft klar, dass Windows Phone 7 in der ersten Generation weder Multitasking noch Copy-and-Paste-Funktionen bieten wird. Nur von Microsoft stammende Programme können unter Windows Phone 7 im Hintergrund laufen. Microsoft erwägt, diese Funktionen mit einem Upgrade des Betriebssystems nachzurüsten. Wie sich ein Smartphone auf Basis von Windows Smartphone 7 aktualisieren lässt, wollte Microsoft noch nicht verraten.

Vehement widerspricht Microsoft dem Ansinnen HTCs, das angekündigt hatte, die Sense-Bedienung auch für Windows Phone 7 zu bringen. Anders als bei Windows Mobile verbietet Microsoft, dass Gerätehersteller einen anderen Startbildschirm als den regulären verwenden.
Auch zum Startbildschirm legte Microsoft neue Details vor. Generell unterstützt der Startbildschirm keine Querformatsdarstellung. Die einzelnen Tiles mit den Inhalten oder dem Verweis auf die entsprechenden Applikationen lassen sich vom Anwender nicht in der Größe verändern. Standardmäßig sind diese Tiles quadratisch und es können zwei dieser Tiles nebeneinander angeordnet werden. Nur die Tiles für den Kalender und für Fotos haben die doppelte Breite.
Unter Windows Phone 7 wird die Signalstärke von Mobilfunk und WLAN immer ausgeblendet. Microsoft hält das für verzichtbare Informationen, die nur für einige Sekunden erscheinen, wenn der Anwender auf den Statusbereich am oberen Bildrand tippt. Das Mobiltelefon wird mit der Zune-Synchronisationssoftware ausgeliefert, um Daten zwischen Mobiltelefon und Computer austauschen zu können. Der Datenaustausch geschieht wahlweise per USB-Verbindung oder WLAN. Zudem verriet Microsoft erstmals, dass Windows Phone 7 Bluetooth A2DP unterstützen wird.