Linux-Desktop: KDE 4.6 soll schneller werden
Der für die Entwicklung von Kwin verantwortliche Programmierer Martin Graesslin hat die Pläne des KDE-Teams für die nächsten KDE-Versionen 4.6 und 4.7 in einem Blogeintrag preisgegeben(öffnet im neuen Fenster). Insgesamt sollen die nächsten Versionen der KDE SC einschließlich des Plasma-Desktops und der dazugehörigen Software beschleunigt werden. Bislang hatten die Entwickler die Stabilität der KDE SC im Fokus.
Graesslin will für Kwin 4.6 an den Compositing-Effekten arbeiten, die bereits in die Version 4.5 eingeflossen sind, etwa dem Verwischen des Hintergrunds bei transparenten Fenstern. Zugleich soll der Rendering-Code aufgeräumt und für die mobile Version die Unterstützung für OpenGL ES implementiert werden.
Die neuen Effekte sollen in den nächsten Versionen auf alle Fenster der KDE SC übertragen werden. Gegenwärtig sei Kwin aber noch nicht für die neuen Funktionen bereit, so Graesslin. Deshalb wolle er künftig standardmäßig OpenGL-Shader für das Rendering einsetzen. In KDE 4.6 soll so mindestens der Funktionsumfang von OpenGL 2 unterstützt werden, denn viel mehr erlauben die freien Treiber derzeit nicht. Deshalb appelliert Graesslin auch an die Entwickler der Hardwaretreiber, aktuelle OpenGL-Funktionen baldmöglichst zur Verfügung zu stellen. Für Version 4.7 der KDE SC sollen bereits einige Funktionen aus OpenGL 3 vorausgesetzt werden. Aktuell ist OpenGL in der Version 4.1. Auch eine Zusammenarbeit mit den Compiz-Entwicklern(öffnet im neuen Fenster) ist geplant.
Künftig werden Icons nicht mehr umständlich über QPixmap und QImage in GLTexture umgewandelt, sondern direkt mit Texture From Pixmap (TFP). Texturen werden nicht mehr quadratisch, sondern in Dreiecken dargestellt, um die Kompatibilität mit OpenGL zu gewährleisten. Zusätzlich werden die neuen KDE-Versionen Vertex-Buffer-Objekte (VBO) verwenden, statt wie bisher das langsamere glBegin/glEnd. Außerdem landen VBOs im Zwischenspeicher und werden nur einmal an die GPU geschickt. Die VBOs werden zusätzlich abstrahiert, um eine Abwärtskompatibilität zu bieten.
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