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FSFE: Bundeskanzleramt kann ODF

Kaum eine Einrichtung des Bundes unterstützt das freie Dokumentenformat ODF. Auf eine entsprechende Anfrage der Free Software Foundation Europe antworteten lediglich Bundeskanzleramt und Verbraucherministerium mit Schreiben im Opendocument-Format.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Free Software Foundation Europe wollte herausfinden, wie es in der Praxis um die Unterstützung des freien Dateiformats ODF bei Bundeseinrichtungen bestellt ist. In der Theorie sollten alle Bundesbehörden seit Anfang 2010 ODF unterstützen und entsprechende Dokumente lesen und schreiben können.

Eine Anfrage an 87 Behörden beantworteten nur zwei wie explizit angefragt im Opendocument-Format: das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Fünf weitere Einrichtungen antworteten und erklärten, dass sie in der Lage seien, mit Dateien im ODF-Format umzugehen. Das taten sie dann aber eben nicht im ODF-Format. Im Einzelnen waren das das Julius-Kühn-Institut für Kulturpflanzen, das Verkehrsministerium, das Innenministerium, das Bundespräsidialamt und der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

Obwohl die Bundeseinrichtungen offene Standards aus Gründen der Interoperabilität und Barrierefreiheit begrüßen, sei damit klar, "dass sie weiterhin ineffiziente proprietäre Formate nutzen", kommentiert FSFE-Präsident Karsten Gerloff die Ergebnisse.


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