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Grafikmarkt: AMD und Intel nehmen Nvidia Anteile ab

Um mehr als ein Viertel nahm Nvidias Marktanteil an Grafiklösungen im zweiten Quartal des Jahres 2010 ab. Das liegt laut den aktuellen Zahlen des Marktforschers Jon Peddie aber nicht nur am verspäteten Fermi: Das starke Wachstum bei Notebooks verdrängt Desktop-GPUs zunehmend.
/ Nico Ernst
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Die öffentlich zugänglichen Auszüge aus Peddies aktuellen Zahlen(öffnet im neuen Fenster) sind wie üblich nicht nach Desktop- und Notebookgrafik aufgeschlüsselt, aber: Die Marktforscher geben an, dass vom ersten zum zweiten Quartal 2010 die Zahl der ausgelieferten diskreten Desktop-GPUs um 21,4 Prozent zurückgegangen sei. Sie führen das auf ein starkes Wachstum bei Netbooks und Notebooks zurück.

Besonders stark trifft das Nvidia, deren Marktanteil von 28 auf 19,7 Prozent zurückging. Kurz vor Ablauf seines aktuellen Geschäftsquartals hatte Nvidia bereits eine Umsatzwarnung veröffentlicht. AMD konnte sich – offenbar bedingt durch neue integrierte Lösungen und die neuen Notebookplattformen – von 21,4 auf 24,4 Prozent steigern. Peddie führt, ohne Zahlen zu nennen, das größte Wachstum bei integrierter Desktopgrafik sowie GPUs auf Steckkarten für AMD in der Firmengeschichte an. Intel, durch seine Chipsatzgrafik seit Jahren Marktführer, legte von 49,7 auf 54,9 Prozent zu.

Der Boom bei mobilen Rechnern sorgt aber auch bei Nvidia bei insgesamt sinkenden Marktanteilen für Steigerungen bei Notebookgrafik. Jon Peddie zufolge lieferte Nvidia im zweiten Quartal 10 Prozent mehr integrierte GPUs für Mobilcomputer aus. Insgesamt wuchs der weltweite Grafikmarkt den Erhebungen zufolge im vergangenen Vierteljahr um vier Prozent. Dass die Krise in der PC-Branche überwunden ist, zeigt ein Vergleich des ersten Halbjahres 2010 mit der ersten Hälfte des Jahres 2009: Der Grafikmarkt wuchs dabei um ganze 38,6 Prozent.


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