Feedback: Spielecontroller kann seine Temperatur ändern
Die Spielecontroller der Forscher Tetsuaki Baba(öffnet im neuen Fenster), Kumiko Kushiyama und Kouki Doi(öffnet im neuen Fenster) sind noch im Prototypenstadium (pdf(öffnet im neuen Fenster)), was auch ihr unergonomisches Design entschuldigt. Die Temperatursteuerung übernehmen Peltier-Elemente, die beim Stromdurchfluss eine Temperaturdifferenz erzeugen. Mit 8 Watt ist der Strombedarf des 120 x 55 x 20 mm großen Geräts recht hoch.
Die Temperatur-Videospielcontroller wurden auf der Siggraph 2010 vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Sie enthalten jeweils ein Paar Peltierelemente(öffnet im neuen Fenster) an Vorder- und Rückseite. Je nach Spielverlauf erhitzt sich eine Seite oder kühlt sich ab. Eine Verbrennung oder Erfrierung ist aber nicht zu befürchten – die Temperaturschwankungsbreite liegt bei maximal 10 Grad.
Noch ist nicht klar, ob die Controller jemals das Prototypenstadium verlassen und sich in konkreten Produkten niederschlagen werden. Interessant wäre es allemal, wenn zusätzlich zu Vibration, Bewegungserkennung und Tonausgabe nun auch noch Temperaturschwankungen eingesetzt würden, um das Spielerlebnis zu verbessern.
Fraglich ist allerdings, wie ausgerechnet die Temperatur in einen klassischen Spieleverlauf eingebunden werden kann. Denkbar wäre zum Beispiel, den Gesundheitszustand der Spielefigur darüber abzubilden, wie warm oder kalt der Controller ist.
Die Mitarbeit des National Institute of Special Needs Education(öffnet im neuen Fenster) lässt erwarten, dass die Entwicklung eines Temperatur-Feedbacks auch für Behinderte interessante Möglichkeiten erschließt.



