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Afghanistan-Dokumente: US-Beamte verhören Wikileaks-Mitarbeiter

Afghanistan-Dokumente

US-Beamte verhören Wikileaks-Mitarbeiter

Ein Wikileaks-Mitarbeiter hatte in den vergangenen Tagen gleich zwei Mal Kontakt mit US-Beamten. Zuerst verhörten Grenzschutz und US-Armee den Mann drei Stunden lang bei der Einreise am Flughafen, wenige Tage später wollten US-Bundespolizisten mit ihm sprechen.

Die US-Behörden suchen offenbar mit Hochdruck nach der Quelle, die dem Webportal Wikileaks die geheimen Dokumente über den Afghanistan-Krieg zugespielt hat. Ein Wikileaks-Mitarbeiter wurde in den vergangenen Tagen gleich zwei Mal von US-Beamten angesprochen. Das berichtet der USA-Branchendienst Cnet unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

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Kein Zufall

Am Donnerstag wurde der Programmierer Jacob Applebaum bei der Einreise in die USA am Flughafen von Newark, im US-Bundesstaat New Jersey, von US-Grenzbeamten beiseite genommen. Es handele sich um eine zufällig ausgewählte Sicherheitsüberprüfung, sagten die Beamten.

Offensichtlich war Applebaum aber gezielt ausgewählt worden. Die Befragung wurde von Angehörigen der Immigration and Customs Enforcement (ICE) und der US-Armee durchgeführt. Sie erkundigten sich über Wikileaks und wollten unter anderem wissen, wo sich Wikileaks-Gründer Julian Assange aufhält. Außerdem durchsuchten sie Applebaum, sein Gepäck und seinen Laptop, kopierten Dokumente und beschlagnahmten seine drei Mobiltelefone. Die Vernehmung dauerte drei Stunden. Einen Anwalt durfte Applebaum in dieser Zeit nicht anrufen.

Nichts zu sagen

Der US-Bürger Applebaum kam von einer Holland-Reise zurück und war auf dem Weg zur Sicherheitskonferenz Defcon in Las Vegas, die heute zu Ende geht. Dort hielt er am Samstag einen Vortrag über das Tor-Projekt, an dem er beteiligt ist. Nach der Präsentation wurde er von zwei FBI-Agenten angesprochen. Auf Applebaums Frage, ob sie darüber Bescheid wüssten, was ihm passiert sei, antworteten diese, dass sie genau deshalb mit ihm sprechen wollten. Applebaum lehnte das mit der Begründung ab, er habe nichts zu sagen. Während des Gesprächs waren Zeugen anwesend, unter anderem Marcia Hofmann, eine Anwältin der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation.

Applebaum selbst wollte sich gegenüber Cnet zu den Vorgängen nicht äußern. Er bestätigte aber, dass seine Mobiltelefone nicht mehr in seinem Besitz sind. Nach dem Vortrag fragte ihn ein Teilnehmer nach seiner Mobilnummer, worauf Applebaum antwortete, sein Mobiltelefon sei beschlagnahmt worden.

Applebaum hatte im Juni Wikileaks-Gründer Assange auf einer Konferenz in New York vertreten, weil dieser befürchtete, festgenommen zu werden. Die US-Behörden suchten zu dem Zeitpunkt nach Assange im Zusammenhang mit der Veröffentlichung eines Videos des US-Militärs, das zeigt, wie 2007 ein US-Kampfhubschrauber im Irak Zivilisten beschossen und getötet hatte.


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Trollexorzist 26. Aug 2010

Demnach Zweiteres, da diese in deiner Aufzählung niemanden Töten würden.

Gehirnwähler 02. Aug 2010

Tolle Einleitung. Äpfel und Birnen, ein guter Start wie sie jeder geistig...

Gehirnwähler 02. Aug 2010

Na, ich lag mit meiner Vermutung am Anfang schon recht gut im Rahmen. Btw. mein Beileid :p

Gehirnwähler 02. Aug 2010

Lösch einfach das Eurozeichen und die beiden Leerzeichen links und rechts, wobei das...

Gehirnwähler 02. Aug 2010

Bei wikileaks wird auch gefiltert (nach Assange Aussage - siehe Spiegel-Interview - hat...


Carsten Neumann / 01. Aug 2010



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