Abo
  • Services:
Anzeige
Yes, we can: FBI soll Verkehrsdaten ohne Richterbeschluss bekommen

Yes, we can

FBI soll Verkehrsdaten ohne Richterbeschluss bekommen

Die US-Regierung will dem FBI den Zugriff auf Internetverkehrsdaten erleichtern. Die Bundespolizisten sollen diese Daten ohne Richterbeschluss von Providern anfordern können.

Die US-Regierung will dem Federal Bureau of Investigation (FBI) einen schnelleren und einfacheren Zugriff auf Daten verschaffen: Die US-Bundespolizei soll künftig Verkehrsdaten im Zuge von Terrorismusermittlungen ohne richterlichen Beschluss von den Providern einfordern dürfen, berichtet die Washington Post.

Anzeige

Daten ohne Richter

Dazu will die Regierung die Verkehrsdaten auf eine Liste von Daten setzen, die Bundesbeamte ohne Genehmigung eines Richters verlangen können. Die Regierung betont, es handle sich dabei ausschließlich um Verkehrsdaten der elektronischen Kommunikation. Darunter fällt etwa, wann und an wen ein Nutzer eine E-Mail geschrieben hat, nicht aber der Inhalt selbst. Oft sind aber solche Verbindungsdaten wichtiger als der Inhalt einer Kommunikation.

Eine FBI-Dienststelle soll diese Daten mit Hilfe eines sogenannten National Security Letter (NSL) erhalten. Der Adressat eines NSL muss die darin geforderten Informationen herausgeben und zudem geheimhalten, dass er überhaupt eine solche Anfrage erhalten hat. Reiche ein NSL aus, komme das FBI schneller und einfacher an diese Daten. Das erleichtere die Arbeit der Strafverfolger, begründet die Regierung den Verstoß.

Weniger statt mehr Daten

Industrie und Datenschützer sind gegen das Vorhaben. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) etwa kritisierte, es würden ohnehin schon zu viele elektronische Daten erhoben. Andere bemängelten, dass die Regierung von US-Präsident Barack Obama hinter ihr eigenes Wahlkampfversprechen zurückfalle, die bürgerlichen Freiheiten gegenüber der nationalen Sicherheit zu stärken.

In der Vergangenheit hatte das FBI mehrfach NSLs eingesetzt, um unrechtmäßig Daten von Unternehmen zu verlangen. Das deckte 2008 Glenn Fine, der Generalinspekteur des US-Justizministeriums, auf. In seinem Bericht, den er Anfang dieses Jahres vorlegte, ging Fine noch einmal auf die Datensammlungen des FBI ein: Er hatte inzwischen herausgefunden, dass es sich dabei nicht wie anfänglich angenommen um Einzelfälle gehandelt hatte. In der fraglichen Zeit sollen FBI-Beamte 4.400 Datensätze von Telefongesellschaften auf der Basis von Dringlichkeitsverordnungen eingefordert haben. In mehr als der Hälfte der Fälle sei das unter Verletzung von Gesetzen geschehen.


eye home zur Startseite
demokratie 30. Jul 2010

Ja mit Demokratie hat das alles nichts zu tun. Jetzt wo das Schreckgespenst...

SirFartALot 30. Jul 2010

Was ja damit dann nicht mehr der Fall sein sollte, wenn es entsprechende Gesetze nicht...

Sagererer 30. Jul 2010

Wirklich zum Vorwurf machen kann man der Regierung vor allem, dass sowas immernoch...

rechtens 30. Jul 2010

Gibt es dafür in Österreich eine Rechtsgrundlage? Falls nein: Hat denn jemand, der in dem...

Prypjat 30. Jul 2010

Ich verstehe was Du meinst, aber es lohnt sich nicht, damit hier aufzufahren, denn Du...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Techniker Krankenkasse, Hamburg
  3. Ratbacher GmbH, München
  4. bintec elmeg GmbH, Nürnberg, Peine, Berlin, Landsberg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 1.039,00€ + 3,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL-Lizenzwechsel führt zu Code-Entfernungen

  2. Knights Mill

    Intels Xeon Phi hat 72 Kerne und etwas Netburst

  3. Redstone 3

    Microsoft entfernt Refs-Formatierung von Windows 10 Pro

  4. Unsichere Passwörter

    Angriffe auf Microsoft-Konten um 300 Prozent gestiegen

  5. Polar vs. Fitbit

    Duell der Schlafexperten

  6. HP

    Omen-X-Laptop ist ein 4K-Klotz mit übertakteter GTX 1080

  7. Scorpio Engine

    Microsoft erläutert SoC der Xbox One X

  8. Anno 1800

    "Was für ein Wunderwerk der Technik"

  9. Energy Harvesting

    Biobrennstoffzelle erzeugt Strom aus Schweiß

  10. Neue Firmware

    Zwangsupdate für DJIs Spark-Drohne gegen Abstürze



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

C64-Umbau mit dem Raspberry Pi: Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende
C64-Umbau mit dem Raspberry Pi
Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Smarte Lampen Ikeas Trådfri wird kompatibel mit Echo, Home und Homekit
  2. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  3. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten

  1. Re: Wie kann man ein Patend darauf beantragen?

    the_wayne | 13:14

  2. Re: Also sage seit Jahren das das Handy gesperrt...

    nurmalsoamrande | 13:14

  3. Re: Passwortsystem

    non_existent | 13:13

  4. Re: 3rd Person wie in SCUM

    deutscher_michel | 13:12

  5. Re: Bitcoin ist von Haus aus nicht anonym....

    Reudiga | 13:09


  1. 13:00

  2. 13:00

  3. 12:45

  4. 12:30

  5. 12:11

  6. 12:10

  7. 12:04

  8. 11:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel