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Gallium3D: Beschleunigte Entwicklung für ATI-R600/R700-Treiber

Der für die Schnittstelle Gallium3D entwickelte Treiber für Grafikkarten mit AMD/ATI-R600/R700-Chipsatz macht deutliche Fortschritte: Wenige Tage nachdem die rudimentäre Unterstützung für Hardware-Beschleunigung angekündigt wurde, haben die Entwickler bereits rudimentäres Texture-Mapping implementiert.
/ Jörg Thoma
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Der unter dem Namen r600g entwickelte Treiber für den R600/R700-Chipsatz von AMD/ATI wurde vor etwa zwei Monaten in den Mesa-Entwicklungszweig(öffnet im neuen Fenster) übernommen. Vor wenigen Tagen präsentierten die Entwickler eine funktionierende Version des Treibers, der Hardwarebeschleunigung bot. Jetzt hat Entwickler Jerome Glisse eine Version präsentiert, die ein funktionierendes Texture-Mapping mitbringt.

Der neue Gallium-Treiber bietet zwar noch nicht alle Funktionen, die der ausgereifte Mesa-Treiber mitbringt, die schnelle Entwicklungszeit dürfte aber auf eine zeitnahe Veröffentlichung hinauslaufen. Der bereits stabile r300g-Treiber für die Chipsätze R300/R400/R500 bringt weit mehr Funktionen mit als sein Mesa-Pendant.

Gallium3D dient als Schnittstelle zur Grafikkarte, die es über LLVM anspricht. Der sogenannte State Tracker dient dann als Schnittstelle zu OpenGL oder Direct3D. Durch diese gemeinsam genutzte Schnittstelle soll sich die Treiber-Entwicklung deutlich beschleunigen. Allerdings bietet die Schnittstelle lediglich OpenGL-2.1-Funktionen. Vor wenigen Tagen wurde die Version 4.1 des Grafik-APIs veröffentlicht. Das Gallium3D-API wurde zunächst von der Firma Tungsten Graphics entwickelt, bevor die Firma von VMware im Jahr 2008 aufgekauft wurde. VMware gab Gallium3D unter der MIT-Lizenz frei.


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