Selbstbau: Tragbarer Computer mit Beagleboard (Update)

Magnussons Wearable Computer besteht aus einem Beagleboard(öffnet im neuen Fenster) , einem Head-Mounted-Display (HMD), einem Bluetooth-Adapter und einem USB-Hub. Das Beagleboard von Texas Instruments wird durch ein Plexiglas-Gehäuse(öffnet im neuen Fenster) geschützt.
Als Betriebssystem wird Angstrom Linux(öffnet im neuen Fenster) eingesetzt, das von einer SD-Karte geladen wird. Die Bedienung erfolgt über ein Bluetooth-Keyboard, das faltbare Nokia SU-8W. Über ein ebenfalls per Bluetooth angebundenes Mobiltelefon ist der Zugang zum Internet möglich.
Der Plexigear-USB-Hub wird mit vier 2700-mAh-AA-Akkus(öffnet im neuen Fenster) betrieben und versorgt darüber auch die anderen Komponenten mit Strom. Bis zu drei Stunden soll der tragbare Computer damit durchhalten. Für eine längere Nutzung könnten weitere Akkupakete hinzugefügt werden. Pro AA-Akku fallen dann jedoch weitere 30 Gramm Gewicht an. Zum Gesamtgewicht machte Magnusson keine Angaben.
Beim HMD handelt es sich um eine zum monokularen Display umgebaute Myvu-Crystal-Videobrille(öffnet im neuen Fenster) . Eines von deren beiden LCDs wurde mit Eisendraht und Schrauben an einer Sonnenbrille befestigt und das Kabel dann zum Beagleboard geführt.
Die selbstgebaute HMD-Brille soll überraschend leicht geblieben sein und auch beim Telefonieren mit dem Handy nicht stören. Ein ans Mainboard angelötetes Videokabel und Modifikationen(öffnet im neuen Fenster) am Display-Controller ersparen einen S-Video-Konverter.
Magnusson hat erst versucht, das System auf einem Schultergurt(öffnet im neuen Fenster) zu befestigen – was allerdings recht auffällig aussah. Deswegen hat er das Board, den Hub, den Display-Controller und den Akku in einer CD-Tasche verstaut(öffnet im neuen Fenster) , deren CD-Fächer entfernt und durch eingeklebtes Klettband ersetzt wurden. Das lässt sich dann gut unter der Kleidung verstecken und etwa am Gürtel befestigen.
Martin Magnusson(öffnet im neuen Fenster) beschreibt sein Projekt in seinem Blog Becoming Cyborg(öffnet im neuen Fenster) . Laut Selbstbeschreibung ist er ein Forscher und Erfinder, der die künstliche Intelligenz bei Computerspielen verbessern will. Gemeinsam mit Magnus Hallin und Thomas Ahlström hat der Doktorand von der Linköping Universität dazu den Games-Middle-Entwickler Boldai(öffnet im neuen Fenster) gegründet.
Nachtrag vom 29. Juli 2010, um 13:25 Uhr:
Auf Nachfrage von Golem.de gab Magnusson an, dass das komplette System inklusive Akkus und HMD 569 Gramm wiegt.



