Linux-Desktop: Gnome 3.0 auf Frühjahr 2011 vertagt

Nach dem gegenwärtigen Stand der Entwicklung von Gnome 3.0 ist diese Version noch nicht für die Veröffentlichung geeignet. Das beschloss das Gnome-Team auf der GUADEG (Gnome-Anwender- und Entwicklerkonferenz)(öffnet im neuen Fenster) , die gegenwärtig in Den Haag stattfindet. Unverzichtbare Komponenten, wie die Gnome-Shell müssten noch verbessert werden. Gnome 3.0 könne in seiner jetzigen Form zwar nur mit zweimonatiger Verspätung geliefert werden, der beschlossene halbjährige Erscheinungsrhythmus solle aber beibehalten werden.
Um den ursprünglichen Erscheinungstermin im September 2010 einzuhalten, hatte das Release-Team bereits im Juni 2010 einige optionale Komponenten aus Gnome 3.0 entfernt und dessen Erscheinungstermin verschoben. Nun stellt sich heraus, dass weitere wesentliche Teile des neuen Gnome-Desktops nicht den Qualitätsansprüchen der Gnome-Community entsprechen, darunter die neue Gnome-Shell sowie das Framework für die Barrierefreiheit und die Dokumentation. Da die Gnome-Shell aber ein unverzichtbarer Teil der Version 3.0 ist, muss der Erscheinungstermin des gesamten Projekts verschoben werden. Möglicherweise werden dann auch die entfernten Komponenten wieder aufgenommen.
Stattdessen wird im September 2010 die Version 2.32 veröffentlicht, die Neuerungen wie UPnP-Unterstützung sowie eine Farbverwaltung mitbringt.
Laut den Gnome-Entwicklern werden einige Distributionen eine Vorabversion des neuen Gnome-Desktops mitbringen, die dann von Anwendern getestet werden kann. Gnome 3.0 wird dann wie bisher parallel installiert und kann beim Anmelden anstelle des bisherigen Desktops ausgewählt werden.



