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Refotografie: Software ermöglicht fotografische Zeitreisen

US-Wissenschaftler haben eine Software entwickelt, die es einem Fotografen ermöglicht, ein Foto genauso aufzunehmen wie ein früheres Foto. Die Software leitet ihn dazu an, den gleichen Standpunkt einzunehmen und die Kamera im gleichen Winkel zu halten.
/ Werner Pluta
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Wie sah ein Ort, ein Haus, eine Straße früher aus – im Gegensatz zu heute? Solche Vergleich lassen sich gut anhand von Fotos anstellen. Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des Software-Herstellers Adobe haben eine Software entwickelt, die es Fotografen ermöglicht, ein Motiv genauso aufzunehmen, wie es zu einem früheren Zeitpunkt fotografiert wurde.

Computational Rephotography nennen das Soonmin Bae und Frédo Durand vom MIT und Aseem Agarwala ihre Entwicklung. Die Software vergleicht den Blick durch den Sucher einer Kamera mit einem historischen Foto und leitet den Fotografen an, wie er die Kamera halten muss, um genau die gleiche Aufnahme zu machen wie sein Vorgänger.

Schwierige Aufgabe

Die Technik, die die Software anwendet, wird auch in der Robotik verwendet, um Roboter zu einem bestimmte Ort zu schicken. Einen Standpunkt nachträglich wiederzufinden, sei eine schwierige Aufgabe, schreiben die Wissenschaftler(öffnet im neuen Fenster) im Fachmagazin Transactions on Graphics, das von der Informatikgesellschaft Association for Computing Machinery herausgegeben wird.

Derzeit läuft die Software noch auf einem Laptop, mit dem die Digitalkamera verbunden wird. Künftig könnte sei aber in den Fotoapparat integriert werden, sagten die Entwickler dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist(öffnet im neuen Fenster) .


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