Cluster-Dateisystem: Whamcloud kümmert sich künftig um Lustre
Das parallele Dateisystem Lustre ist vor allem im High Performance Computing (HPC) verbreitet, skaliert es doch über die Grenzen herkömmlicher Dateisysteme hinaus und verspricht hohen I/O-Durchsatz. Entwickelt wurde Lustre ursprünglich von der Firma Cluster File Systems, die 2007 von Sun übernommen wurde, um Funktionen aus Lustre in das Solaris-Dateisystem ZFS zu integrieren. Letztendlich landete es durch die Übernahme von Sun nun bei Oracle.
Mit Whamcloud könnte die GPL-Software für Linux aber eine neue Heimat bekommen, denn zu den Gründern des Startups zählen mit Eric Barton der Chef-Architekt von Lustre und Robert Read, Leiter des Projekts Lustre 2.0. Beide arbeiteten zuletzt für Oracle. Barton ist nun CTO (Chief Technology Officer) von Whamcloud, Read bekommt den Titel Principal Engineer.
Geleitet wird Whamcloud von Brent Gorda, der bislang für das US-Energieministerium arbeitete und dort dafür verantwortlich war, dass das Lawrence Livermore National Laboratory und andere ASCI-Labore Lustre einsetzten. Am Lawrence Livermore National Laboratory steht mit Roadrunner der drittschnellste Supercomputer der Welt.
Lustre kommt auf 15 der 30 schnellsten Supercomputer der Welt zum Einsatz, darunter auch die beiden schnellsten Systeme, Crays Jaguar und der Nebulae-Rechner .
Lustre ist aber nicht nur für Supercomputer gedacht, auch für Cloud-Computing sei das System gut geeignet, meinen die Whamcloud-Gründer.