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Firefox 4 Beta 2: Mit App Tabs und schnellerem Scrollen

Mozilla hat eine zweite Beta von Firefox 4 veröffentlicht, die große Neuerungen bereithält. An der neuen Optik wurde gefeilt, sogenannte App Tabs werden unterstützt und die Integration von Retained Layers beschleunigt das Scrollen.
/ Jens Ihlenfeld
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Neu in der Beta 2 von Firefox 4 sind sogenannte App Tabs. Dabei handelt es sich um spezielle Tabs, die für Web-Applikationen wie Webmail, Social Networks, Musikplayer oder Browserspiele gedacht sind. Jede Website lässt sich in ein solches App Tab umwandeln.

Alex Faaborg zeigt App Tabs in Firefox 4 Beta 2
Alex Faaborg zeigt App Tabs in Firefox 4 Beta 2 (01:05)

Die App Tabs werden kleiner dargestellt und sind nur am jeweiligen Favicon erkennbar, was Platz spart. Sie werden am linken Bildschirmrand angeordnet und automatisch geöffnet, wenn der Browser gestartet wird. Zudem können App Tabs nicht versehentlich per Klick geschlossen werden.

Weiterhin bringt die Beta "Tabs on Top" für Windows und Mac OS X mit. Das bedeutet, die Tabreiter sitzen am oberen Rand des Browserfensters, über der URL-Zeile. Unter Windows 7 und Vista wurde außerdem die Menüzeile durch ein einzelnes Firefox-Icon ersetzt, hinter dem sich die am häufigsten genutzten Menüoptionen verstecken.

Retained Layers machen Firefox schneller

Neben diesen sichtbaren Veränderungen gibt es in der Beta 2 auch größere Neuerungen im Inneren. So wurden unter anderem Retained Layers(öffnet im neuen Fenster) integriert, die die Art und Weise verändert, wie Firefox Inhalte rendert. Während Firefox bislang für jede Zeichenoperation einen neuen Layer-Baum aufbaut, wird dieser nun nur noch inkrementell aktualisiert, immer dann, wenn sich Inhalte im Fenster ändern. Die Inhalte der einzelnen Schichten werden gecacht. Werden Elemente beispielsweise halbtransparent dargestellt, so kann Firefox das in einer Schicht cachen und es wiederholt darstellen, ohne es rendern zu müssen. Das gilt auch dann, wenn sich die Transparenzeinstellung ändert. Laut Firefox-Entwickler Robert O'Callahan werden Effekte wie das Ein- und Ausblenden dadurch spürbar beschleunigt. Auch CSS Transforms profitieren von dieser Herangehensweise.

Nebenbei erlaubten die Retained Layers den Firefox -Entwicklern auch, das Scrollen komplett neu zu implementieren. Statt Pixel im Fenster hin- und herzuschieben, werden nun gecachte Schichten verschoben und übereinander geblendet. Das soll das Scrollen bei diversen Seiten merklich beschleunigen.

Zudem sind die Retained Layers die Grundlage für weitere Maßnahmen zur Beschleunigung, denn die Direct3D- und OpenGL-Implementierungen profitieren von den zwischengespeicherten Schichten, da diese nur noch in der GPU zusammengefügt werden müssen, was sie sehr gut können. Außerdem kann das Scrollen so künftig auch von der GPU beschleunigt werden. Derzeit wird daran gearbeitet, das Zusammenfügen der Schichten in einen eigenen Prozess zu verlagern, so dass das Scrollen von der Darstellung der Webinhalte abgekoppelt wird. Dann sollte immer weich mit konstanter Framerate gescrollt werden können, ganz gleich welche Webinhalte dargestellt werden.

Ebenfalls neu sind CSS3-Funktionen wie Transitions(öffnet im neuen Fenster) und Transformations, womit sich elegante Animationen realisieren lassen.

Veränderungen am XPCOM-Framework verbessern die Startgeschwindigkeit des Browsers.

Die Beta 2 von Firefox 4(öffnet im neuen Fenster) steht ab sofort in 23 Sprachen für Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit.


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