Dell: Rechner mit Ubuntu nur per Telefon

Dell bestätige Golem.de, dass die Linux-Distribution Ubuntu weiterhin auf ausgewählten Rechnern vorinstalliert ausgeliefert wird. "Wir bieten ein vorinstalliertes Ubuntu-System seit zwei Jahren auf unseren Rechnern an und werden dies auch weiterhin tun," so ein Sprecher des Unternehmens. Allerdings werde Ubuntu weitgehend von erfahrenen Benutzern und Enthusiasten gewählt. Deshalb streiche Dell im Zuge einer Umorganisation seiner Webseiten das Onlineangebot für die Linux-Distribution weitgehend. Die Mehrheit der Käufer bevorzugte Windows und man wolle das Onlineangebot für diese Kunden vereinfachen. Interessierte Kunden können Rechner mit Ubuntu künftig nur noch telefonisch bestellen.
Angebote von Rechnern mit vorinstalliertem Ubuntu sind weiter auf der amerikanischen Webseiten erhältlich(öffnet im neuen Fenster) , während die Suche nach Ubuntu-Rechnern auf der englischen und der deutschen Webseite nach wie vor keine Resultate liefert. Bei der Personalisierung der Rechner auf der amerikanischen Webseite ist Ubuntu aber nicht immer als Option erhältlich.
Dell bestätigte jedoch, dass die Desktop-Rechner 560, 560s und 570 der Inspiron-Reihe mit Ubuntu 9.04 erhältlich sind. Die Notebooks Inspiron 15 und 15R werden auf Kundenwunsch mit Ubuntu 9.10 ausgeliefert. Auf dem Desktop-Rechner Studio XPS 7100 installiert Dell Ubuntu 10.04 ebenso wie auf den Laptops Inspiron Mini 10 und 10 HD. Die Business-Laptops der Vostro-Reihe, etwa 3300, 3500 oder 3700, können ebenfalls mit vorinstalliertem Ubuntu telefonisch bestellt werden.

In einem Interview mit Golem.de hatte Canonical-Gründer Mark Shuttleworth eine intensive Zusammenarbeit mit Dell unterstrichen. Das Unternehmen habe die Stärken von Linux und Ubuntu erkannt und verwende das freie Betriebssystem inzwischen auch intern in seinen Arbeitsabläufen.



