• IT-Karriere:
  • Services:

Afghanistan-Dokumente

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Verdacht

Das US-Verteidigungsministerium verdächtigt einen mutmaßlichen Wikileaks-Informanten, dem Internetportal die am Wochenende veröffentlichten geheimen Dokumente aus Afghanistan zugespielt zu haben. Der Analyst des US-Militärgeheimdienstes steht bereits wegen eines vergleichbaren Vergehens unter Anklage.

Artikel veröffentlicht am ,
Afghanistan-Dokumente: Das US-Verteidigungsministerium hat einen Verdacht

Er will Wikileaks im Frühjahr schon einmal einen Coup beschert haben. War er es jetzt wieder? Das US-Verteidigungsministerium (US-Department of Defense, DoD) verdächtigt den im Juni festgenommenen Angehörigen des US-Armeegeheimdienstes, eine der Quellen zu sein, die über 90.000 Dokumente aus dem Afghanistan-Krieg an Wikileaks übertragen haben.

Ein Verdächtiger, aber nicht der einzige

Stellenmarkt
  1. KWS SAAT SE & Co. KGaA, Einbeck
  2. h.a.l.m. elektronik gmbh, Frankfurt am Main

"Er ist ganz sicher eine Person, die wir im Zusammenhang mit der undichten Stelle überprüfen. Aber er ist nicht der einzige", zitiert das US-Technologiemagazin Wired DoD-Sprecher Oberst Dave Lapan.

Derzeit prüften DoD-Ermittler die auf Wikileaks veröffentlichten Dokumente. Das Wichtigste sei jetzt, festzustellen, ob die Informationen das Leben und die Sicherheit von US-Personal und Verbündeten, die militärischen Operationen und die nationale Sicherheit gefährdeten. Im zweiten Schritt werde dann überprüft, wer Zugang zu den Daten hatte und ob sie Hinweise darauf enthalten, wer sie Wikileaks zugespielt haben könnte.

Geheime Dokumente auf geheimen Computern

Die Gefechtsberichte seien über ein geheimes Computernetz des DoD, das Secret Internet Protocol Router Network (SIPRNet), zugänglich gewesen, sagte Lapan. Die US-Armee wirft dem Analysten des Militärgeheimdienstes vor, er habe seinen Zugang zu SIPRNet ausgenutzt, um sich eine Vielzahl geheimer Dokumente der US-Regierung zu beschaffen. Diese habe er Wikileaks Verfügung gestellt. Darunter war das aufsehenerregende Video eines Hubschrauberangriffes auf irakische Zivilisten im Jahr 2007 sowie eine großen Anzahl geheimer Dokumente des US-Außenministeriums. Den Erhalt der letzteren hat Wikileaks-Gründer Julian Assange jedoch kürzlich in einem Interview bestritten.

Der in Bagdad stationierte 22-Jährige war aufgeflogen, weil er sich gegenüber einem Computerexperten damit gebrüstet hatte, geheime Dokumente auf Wikileaks eingestellt zu haben. Von Dokumenten aus Afghanistan war in der Kommunikation mit dem Computerexperten nicht die Rede gewesen. Allerdings will der Analyst ein vergleichbares Konvolut von Dokumenten aus dem Irak beschafft haben. Dieses soll ebenfalls Gefechtsberichte aus den Jahren 2004 bis 2009 mit Angaben zu Ort, Zeit und Verlusten enthalten.

52 Jahre hinter Gittern

Der Mann steht seit Anfang des Monats unter Anklage. Die US-Armee wirft ihm Verstoß gegen acht Bundesgesetze vor, er ist unter anderem der Spionage verdächtig. Ihm droht im Höchstfall eine Haftstrafe von 52 Jahren. Wikileaks-Gründer Assange hat nach eigenen Angaben drei Anwälte engagiert, die sich um den Informanten kümmern sollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. Verkaufsstart: 29.10., 14 Uhr
  2. ab 2.319€
  3. (u. a. Pumpkin Jack für 12,49€, GTFO für 20,49€, Total War Warhammer - Dark Gods Edition für...
  4. Verkaufsstart: 29.10., 14 Uhr

Der Kaiser! 01. Aug 2010

Die Amerikaner können das nicht unterscheiden..

Hinweisgeber_ 29. Jul 2010

"schlechte Filme", soso ... Stimmt, muss wohl ein Traum sein denn in der Realität...

fenster 28. Jul 2010

Für solch eine dumme Auffassung.

Wikileaks-Gegner 27. Jul 2010

Ich hoffe das Wikileaks bald nicht mehr erreichbar ist. Und ich hoffe auch, das Julian...

Der_Amwallt 27. Jul 2010

Du als Deutscher hast doch zugestimmt, als die Regierung, immerhin Deine direkt...


Folgen Sie uns
       


Android Smartphone als Webcam nutzen - Tutorial

Wir erklären in einem kurzen Video, wie sich das Smartphone für Videokonferenzen unter Windows nutzen lässt.

Android Smartphone als Webcam nutzen - Tutorial Video aufrufen
Logistik: Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte
Logistik
Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte

Ein Kölner Unternehmen will eine neue Elbunterquerung bauen, die nur für autonom fahrende Transporter gedacht ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Intelligente Verkehrssysteme Wenn Autos an leeren Kreuzungen warten müssen
  2. Verkehr Akkuzüge sind günstiger als Brennstoffzellenzüge
  3. Hochgeschwindigkeitszug JR Central stellt neuen Shinkansen in Dienst

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor

Philips-Leuchten-Konfigurator im Test: Die schicke Leuchte aus dem 3D-Drucker
Philips-Leuchten-Konfigurator im Test
Die schicke Leuchte aus dem 3D-Drucker

Signify bietet mit Philips My Creation die Möglichkeit, eigene Leuchten zu kreieren. Diese werden im 3D-Drucker gefertigt - und sind von überraschend guter Qualität. Golem.de hat eine güldene Leuchte entworfen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smarte Leuchten mit Kurzschluss Netzteil-Rückruf bei Philips Hue Outdoor
  2. Signify Neue Lampen, Leuchten und Lightstrips von Philips Hue
  3. Signify Neue Philips-Hue-Produkte vorgestellt

    •  /