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Computerspieler-Verband: Offener Brief an das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden

"Ausgrenzung und Angst helfen nicht gegen Gewalt" steht über einem offenen Brief, den der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) an das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden geschrieben hat.
/ Peter Steinlechner
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"Insgesamt vermissen wir die Sachlichkeit, die Ihr Handeln besonders im Gespräch mit dem Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler auszeichnete" , schreiben der VDVC und weitere Pro-Gaming-Initiativen in einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) an das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden. Die Computerspieler stört unter anderem, dass sich das Aktionsbündnis im Gespräch mit ihnen angeblich ablehnend zu einem Verbot sogenannter Killerspiele geäußert hatte – und Anfang Juli 2010 den Deutschen Bundestag in einem Appell trotzdem zu einem derartigen Gesetz aufgefordert hatte; die Bundesregierung hat derartigen Forderungen im Juni 2010 eine klare Absage erteilt.

Nach Auffassung der Computerspieler ist es unverantwortlich, den Erwerb und die Herstellung von Spielen eines ganzen Genres zu verbieten. Es sei "erwachsenen, mündigen Bürgern damit nicht mehr möglich, ihrem Hobby legal nachzugehen. Ein generelles Verbot würde einen sehr großen Anteil an Mitbürgern völlig unnötig kriminalisieren. Verherrlichung von und Aufforderung zu Gewalt sind unabhängig vom Träger-Medium bereits verboten" , so der VDVC.

Die Spieler betonen, sie wüssten genau, dass sie sich in einer "lediglich fiktiven Umgebung bewegen, deren Regeln die der 'wirklichen Welt' in keinster Weise beeinflussen. Das beginnt bei schlichter Physik (der Umgebung im Allgemeinen aber auch der Waffen und deren Wirkung im Speziellen) und hört bei den Moralvorstellungen nicht auf. Wir wissen genau: Was im Spiel erlaubt sein kann, ist es deswegen in der Realität noch lange nicht!"


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