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Blender: 2.53 Beta präsentiert die neue Benutzeroberfläche

Die aktuelle Version 2.53 Beta von Blender bringt eine Vorschau auf die neue Benutzeroberfläche mit, die in der endgültigen Version 2.6 verwendet werden soll. Über die neue Addon-Schnittstellen können künftig Python-Skripts direkt eingebunden werden.
/ Jörg Thoma
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Die Benutzeroberfläche des 3D-Animationsprogramms Blender ist gründlich überarbeitet worden und wird in der aktuellen Beta 2.53(öffnet im neuen Fenster) erstmals präsentiert. Eine Suchfunktion soll den Umstieg für Benutzer der älteren Versionen erleichtern. Auch der Editor für Eigenschaften wurde neu gestaltet, der Dateibrowser umgebaut und die Bedienelemente mit einem neuen Design versehen. Dabei wird das gesamte GUI mit Python-Scripten erzeugt, die Nutzer auch individuell anpassen können. Die vollständige Unterstützung für den Mehrfensterbetrieb wurde allerdings verschoben, da die Entwickler zunächst an der Stabilität der Anwendung arbeiten wollen.

Die Bedienung von Blender 2.5 ist komplett über Tastenkürzel(öffnet im neuen Fenster) möglich, die Nutzer ebenfalls individuell anpassen können. Auch Maus-Ereignisse können dabei einbezogen werden.

Einheitliche interne APIs

Intern wurde der Zugriff auf Szenendaten umgebaut: Gibt es in Blender 2.49 keine einheitliche Methode, um Szenendaten zu schreiben und zu lesen, wurde bei Blender 2.5 ein Data-API(öffnet im neuen Fenster) , RNA genannt, eingezogen, auf das alle Werkzeuge zugreifen. Das soll Komplexität und Fehler reduzieren. Zudem lassen sich daraus automatische Eigenschaftsdialoge generieren, aus Python-Scripten auf die Daten zugreifen und alle Eigenschaften animieren. Diese Animationen können in F-Kurven(öffnet im neuen Fenster) hinterlegt werden, die in sogenannten Actions gekapselt werden.

Blender 2.53 bringt zudem einen neuen Rauchsimulator(öffnet im neuen Fenster) mit, der auf Wavelet Turbulence zur Simulation von Flüssigkeiten setzt. Das Ergebnis wird als Voxel-Grid ausgegeben und in Blenders 3D-Ansicht mit OpenGL-Shadern und Voxel-Texturen angezeigt. Auch das Partikelsystem(öffnet im neuen Fenster) wurde überarbeitet und soll nun interaktiver und einfacher zu manipulieren sein. Gleiches gilt für Kraftfelder.

Auch Volumenmaterialien(öffnet im neuen Fenster) unterstützt Blender mit der Version 2.5. Gedacht sind diese zum Rendern von Gasen, Rauch, Wolken und Feuer.

Raytracing beschleunigt

Im Rahmen eines Google-Summer-of-Code-Projekts entstand zudem ein neues System zur Beschleunigung von Raytracing(öffnet im neuen Fenster) , das in Blender 2.5 integriert wurde. Es unterstützt die Instanzierung von Objekten, so dass diese beliebig oft verwendet werden können, ohne dass der Speicherbedarf drastisch steigt. Zudem soll das neue System ein Vielfaches schneller sein als das bisher verwendete.

Noch nicht alle Funktion aus der Version 2.4 sind in der Betaversion übernommen worden oder funktionieren in der neuen Version langsamer als zuvor, warnen die Entwickler. Zudem enthält Blender 2.53 noch zahlreiche Bugs: Die Entwickler hoffen darauf, das die Community beim Aufspüren und Reparieren der verbleibenden Fehler hilft.

Ein Erscheinungstermin für die bevorstehende Version 2.6 steht noch nicht fest, zuvor sollen noch zwei Betaversionen erscheinen. Neue Funktionen werden in den nächsten Ausgaben nicht mehr eingepflegt. Blender 2.53 Beta steht für Linux, Solaris, Mac OS X und Windows jeweils als 32- und 64-Bit-Version auf der Projektseite zum Download zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster) .


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