Abo
  • IT-Karriere:

Wikileaks

Neue Stiftung in Deutschland geplant

Wikileaks plant die Gründung einer eigenen Stiftung in Deutschland, um das Spendengeld der gemeinnützigen Organisation zu verwalten. Außerdem sollen weitere Mitarbeiter rekrutiert werden, die sich um die Koordination von Freiwilligen kümmern sollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wikileaks: Neue Stiftung in Deutschland geplant

Gegenwärtig bestehe die Hauptaufgabe darin, das Wachstum von Wikileaks in den Griff zu bekommen, sagte Daniel Schmitt der Wochenzeitung Der Freitag. Es sei geplant, eine eigene Stiftung in Deutschland zu gründen. Bislang werden die Spenden über die Wau-Holland-Stiftung in Berlin verteilt. Eine weitere Non-Profit-Organisation in Australien kümmert sich um den kleineren Teil der eingegangenen Gelder. Wikileaks war jüngst in die Kritik geraten, weil die Organisation die Verteilung des Spendengeldes nicht offengelegt hatte.

Stellenmarkt
  1. Wirtschaftsrat der CDU e.V., Berlin
  2. INNEO Solutions GmbH, Leipzig

Geplant sei auch, den Mitarbeitern ein Gehalt zu zahlen, die gegenwärtig Vollzeit für Wikileaks arbeiten, sagte Schmitt. Die Organisation wolle auch Helfer einstellen, die sich um die Koordination der zahlreichen Freiwilligen kümmern. Zusätzliche feste Mitarbeiter sollen für den Kontakt zur Presse verantwortlich sein. Gehälter sollen zwischen 1.500 bis 2.500 Euro liegen, die Zahlen seien aber noch nicht endgültig festgelegt.

Ausfall durch Serverumzug

Den Ausfall des verschlüsselten Einreichungsformulars auf der Wikileaks-Webseite seit Mitte Mai 2010 erklärte Schmitt mit dem endgültigen Umzug der Webseite von Servern aus den USA nach Belgien. Eingaben könnten jetzt wieder eingereicht werden, die Verschlüsselung sei sicherer als vorher. Mit dem Umzug auf Server in Europa sei auch der mögliche Zugriff von Geheimdiensten auf Wikileaks erschwert worden. Zwar konnten bereits veröffentliche Dokumente seit mehreren Wochen wieder abgerufen werden, die verschlüsselte Eingabe von Informationen funktionierte bis vor wenigen Tagen aber nicht.

In den kommenden Tagen wird Wikileaks laut Schmitt neue Dokumente auf seiner Webseite veröffentlichen.

Schmitt bestätigte, dass sich Wikileaks finanziell an der Verteidigung des jungen Armeeangehörigen beteiligen wird, der beschuldigt wird, Dokumente an Wikileaks weitergegeben zu haben. Man versuche, Anwälte zu rekrutieren, die sich mit amerikanischem Armeerecht auskennen.

Durch Wikileaks veröffentlichte Dokumente des US-Außenministeriums waren der Auslöser für die Verhaftung eines 22-jährigen Analysten des US-Armeegeheimdienstes Anfang Juni 2010 in Bagdad gewesen. Er hatte sich gegenüber dem Computerexperten Adrian Lamo damit gebrüstet, im Frühjahr 2010 geheime Dokumente auf Wikileaks eingestellt zu haben. Darunter war das aufsehenerregende Video eines Hubschrauberangriffs im Irak, bei dem im Jahr 2007 mehrere Zivilisten und zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters getötet wurden, sowie die geheimen Dokumente des Außenministeriums. Lamo befürchtete, dass diese die nationale Sicherheit sowie das Leben von US-Bürgern gefährden könnten und informierte die Behörden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo Legion Y530-15ICH für 699€ + Versand - Bestpreis!)
  2. ab 99,00€
  3. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)

Au Tor 11. Aug 2010

@Meier: Wer glaubt, dass Wikileaks seine Gelder veruntreut, der spendet eben nicht. Wer...

Atalanttore 27. Jul 2010

Welchen Nazivergleich willst du haben?


Folgen Sie uns
       


Proglove Scanhandschuh ausprobiert

Der Mark II von Proglove ist ein Barcode-Scanner, den sich Nutzer um die Hand schnallen können. Das Gerät ist klein und sehr leicht - wir haben es nach wenigen Minuten schon nicht mehr bemerkt.

Proglove Scanhandschuh ausprobiert Video aufrufen
Bug Bounty Hunter: Mit Hacker 101-Tutorials zum Millionär
Bug Bounty Hunter
Mit "Hacker 101"-Tutorials zum Millionär

Santiago Lopez hat sich als Junge selbst das Hacken beigebracht und spürt Sicherheitslücken in der Software von Unternehmen auf. Gerade hat er damit seine erste Million verdient. Im Interview mit Golem.de erzählt er von seinem Alltag.
Ein Interview von Maja Hoock

  1. White Hat Hacking In unter zwei Stunden in Universitätsnetzwerke gelangen

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Smartphone Oneplus 7 Pro hat kein echtes Dreifach-Tele
  2. Oneplus Upgrade auf Android 9 für Oneplus 3 und 3T wird verteilt
  3. Smartphones Android-Q-Beta für Oneplus-7-Modelle veröffentlicht

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /