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Unsichtbar: Tarnvorrichtung aus Glas

Forscher an der Pennsylvania State University haben eine nicht-metallische Tarnvorrichtung entwickelt, die zumindest in Simulationen kleine Objekte unsichtbar macht. Experimente mit größeren Wellenlängen zeigen positive Ergebnisse.
/ Jens Ihlenfeld
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Tarnvorrichtungen, die unsichtbar machen, spielen in der Science-Fiction- und Fantasy-Literatur immer wieder eine Rolle, sei es der Ring im Herrn der Ringe, getarnte romulanische Raumschiffe in Star Trek oder der Unsichtbarkeitsumhang von Harry Potter. Die Idee fasziniert auch diverse Forschergruppen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

So auch eine um Elena Semouchkina an der Pennsylvania State University, die im Journal Applied Physics Letters über ihre Fortschritte berichtet. Sie hat eine Infrarot-Tarnvorrichtung aus Glas(öffnet im neuen Fenster) entwickelt.

Die Tarnvorrichtung besteht aus identischen Glas- Resonatoren(öffnet im neuen Fenster) , die aus chalkogenidem(öffnet im neuen Fenster) Glas hergestellt werden, einem nichtleitenden, dielektrischen Material. In Computersimulationen soll die Tarnvorrichtung Objekte vor Infrarotwellen unsichtbar machen.

Wie andere Forscher greift auch die Gruppe um Semouchkina auf Metamaterialien zurück. Sie verfügen über eine Oberfläche, deren Strukturen sich tausendfach wiederholen und kleiner sind als die Länge der Wellen des sichtbaren Lichts (zwischen 400 und 700 Nanometer). Solche Oberflächen reflektieren auftreffendes Licht nicht, sondern leiten es um den Gegenstand herum . So scheint es, als sei das Objekt nicht da.

Derzeit testen die Forscher eine Tarnvorrichtung, die auf Mikrowellen ausgelegt ist, die eine deutlich größere Wellenlänge haben, die im nicht sichtbaren Spektrum liegt. Damit konnten sie bereits Metallzylinder unsichtbar machen, die bis zu 7,5 cm im Durchmesser und maximal 10 cm in der Höhe messen.

Ausgehend von diesen Experimenten wollen die Forscher sich nun an Wellen mit höheren Frequenzen und damit kürzerer Wellenlänge herantasten. Die spannendsten Anwendungen für die Technik gebe es schließlich bei Frequenzen im Bereich des sichtbaren Lichts, so Semouchkina.


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