Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Windows-Sicherheitslücke: BSI warnt, Microsoft fixt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der gefährlichen Sicherheitslücke in Windows in Verbindung mit Verknüpfungen. Die bereits ausgenutzte Lücke erfordert Workarounds, die Microsoft als einfach zu bedienendes Fix it anbietet.
/ Andreas Sebayang
96 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Eine gefährliche Sicherheitslücke in Windows in Verbindung mit Verknüpfungen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf den Plan gerufen. Ursprünglich wurde die Sicherheitslücke nur durch gezielte Angriffe mit dem Stuxnet-Wurm ausgenutzt, der mittlerweile auch andere Ziele trifft. Das Unangenehme an der Sicherheitslücke ist der Umstand, dass normale Abwehrmaßnahmen wie vorsichtiger Umgang oder ein Virenscanner nicht immer greifen. Es reicht, einen infizierten Datenträger oder ein Netzlaufwerk anzuschauen, um Opfer eines Angriffs zu werden. Autostart oder ein Klick sind nicht notwendig.

Das BSI empfiehlt Privatnutzern, die Vorschläge von Microsoft umzusetzen, um sich zu schützen. Unter Mitigating Factors und Workarounds(öffnet im neuen Fenster) listet Microsoft Gegenmaßnahmen.

Wer mit der Windows-Registry nicht gern arbeitet, kann auf Microsofts Webseite ein Fix it herunterladen(öffnet im neuen Fenster) . Das beseitigt zwar nicht die Sicherheitslücke, aber zumindest die Möglichkeit, das nach wie vor vorhandene Problem auszunutzen. Auch das Trennen in einen Administrator-Benutzerkonto und einen Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten hilft bei der Abwehr.

Der Fix-it-Workaround hat sichtbare Folgen auf den Nutzer. Anschließend werden die Icons zu allen Verknüpfungen nicht mehr geladen. Stattdessen gibt es nur die Platzhalterbilder, die unter anderem in der Taskleiste, auf dem Desktop und im Startmenü anstelle der Icons gezeigt werden.

Ein großer Angriff mit Hilfe der Sicherheitslücke ist bisher ausgeblieben. Es ist allerdings Proof-of-Concept-Code unterwegs, der demonstriert, wie die Lücke ausgenutzt werden kann. Für Autoren von Schadsoftware ist das hilfreich. Das BSI erwartet daher Angriffe über das Internet oder per E-Mail.

Microsoft arbeitet an einem Patch. Ein Zeitplan ist aber noch nicht veröffentlicht worden.


Relevante Themen