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Festplattenhersteller: Western Digital liegt wieder vor Seagate

Western Digital hat auch im letzten Quartal mehr Festplatten ausgeliefert als der Konkurrent Seagate. Doch die Prognosen der Analysten hat WD verfehlt. Beide Firmen waren mit einer unerwarteten Nachfrageschwäche konfrontiert.
/ Achim Sawall
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Western Digital hat in seinem vierten Finanzquartal (April bis Juni 2010) einen Gewinn von 265 Millionen US-Dollar (1,13 US-Dollar pro Aktie) verzeichnet. Im Vorjahreszeitraum wurden 196 Millionen US-Dollar (86 Cent pro Aktie) erwirtschaftet. Damit legte der Gewinn um 35 Prozent zu. Der Umsatz stieg von 1,93 Milliarden US-Dollar auf 2,38 Milliarden US-Dollar.

Die Analysten hatten vor Sonderposten einen Gewinn pro Aktie von 1,35 US-Dollar erwartet. Das Unternehmen erreichte nur 1,23 US-Dollar pro Aktie. Auch beim Umsatz wollten die Analysten mit 2,45 Milliarden US-Dollar etwas mehr sehen. Konzernchef John Coyne sagte in einer Erklärung, dass das Unternehmen "im Juni-Quartal mit einer schwächeren Nachfrage als erwartet konfrontiert war" .

Western Digital konnte den Konkurrenten Seagate mit 49,7 Millionen ausgelieferten Festplatten ein weiteres Mal übertreffen. Seagate erreichte nur 47 Millionen Stück.

Seagate hatte gestern einen deutlich höheren Gewinn von 379 Millionen US-Dollar (76 Cent pro Aktie) berichtet. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 2,66 Milliarden US-Dollar. Seagate ist stärker abhängig von den IT-Ausgaben der Unternehmenskunden als der stärker endkundenorientierte Konkurrent Western Digital. Seagate-Chef Steve Luczo machte die Verschuldungsprobleme in Europa und eine schwächere Nachfrage der Kunden in den USA und Europa für die Ergebnisse verantwortlich.

Western Digital bereitet die ersten Laufwerke mit 3 TByte Kapazität vor. Den Anfang machte ein Modell der Serie Caviar Green mit 2 TByte, das dafür nur noch drei Magnetscheiben benötigt. Mit mehr dieser Scheiben wären über 3 TByte möglich.


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