Fujifilm: DSLR-Autofokussystem in einer Kompaktkamera

Die F300EXR besitzt einen Super-CCD-EXR-Sensor (1/2 Zoll) mit einer Auflösung von 12 Megapixeln. Bei DSLRs wird ein Extrasensor für die Scharfstellung verwendet. Dafür ist in der Fujifilmkamera jedoch kein Platz. Stattdessen übernimmt der Bildsensor die Aufgaben zur Scharfstellung, wenn die Kamera im Phasenautofokus benutzt wird.






Anders als beim üblichen Kontrast-Autofokus(öffnet im neuen Fenster) , der die Fokussierung kontinuierlich anpasst, bis der maximale Kontrast erkannt wird, teilt der Phasen-Autofokus(öffnet im neuen Fenster) das einfallende Licht in Bildpaare und führt eine Berechnung der Phasendifferenz durch, um die Scharfstellung korrekt zu ermitteln. Die F300EXR soll innerhalb von 0,158 Sekunden scharf stellen.
Die Kamera entscheidet sich je nach Aufnahmesituation für eine der beiden AF-Modi. Generell ist der Phasen-Autofokus bei guten Lichtverhältnissen besser geeignet, während der Kontrast-Autofokus bei wenig Licht verwendet wird.
Die F300EXR setzt ein 15fach Zoom mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 360 mm (KB) bei F3,5 und F5,3. Trotz des großen Brennweitenumfangs ist die F300EXR nur 32,6 mm dünn. Die kompakte Bauform ließ sich durch mehrere, von der Seite einschwenkende Linsen realisieren, die bei eingezogenem Objektiv platzsparend untergebracht werden. Die Bildstabilisierung wird durch einen beweglich aufgehängten Bildsensor realisiert. Zur Bildkontrolle und Kamerasteuerung steht ein 3 Zoll großer Bildschirm mit 460.000 Bildpunkten zur Verfügung.
Neben Panoramafotos kann die Kamera auch Filme in 720p mit 24 Bildern pro Sekunde in Motion JPEG und Mono-Ton drehen. Die Fujifilm Finepix F300EXR misst 103,5 x 59,2 x 32,6 mm und wiegt samt Akku und SD-Karte rund 215 Gramm. Sie soll ab Anfang September 2010 für rund 330 Euro in den Handel kommen.