Abo
  • Services:

Downgrade

Das iPhone 3G wieder flott machen

Apple hat ein Problem. Verärgerte Kunden wollen wieder zurück zum alten iPhone OS 3.x. Zumindest beim iPhone 3G lohnt sich der Downgrade vom iOS4, denn das Apple-Smartphone wird erst dadurch wieder benutzbar.

Artikel veröffentlicht am ,
Downgrade: Das iPhone 3G wieder flott machen

iOS 4 läuft derzeit am besten und stabilsten auf dem neuen iPhone 4. Das 3GS ist schnell genug, dass - abgesehen von Berichten über häufigere Abstürze von Apps - die Nutzung nicht zur Tortur wird. Für das iPhone 3G gilt das leider nicht. Es wird nach dem Wechsel zum neuen iOS 4 so träge, dass bei fast allen Eingaben und Funktionen mit störenden Wartezeiten zu rechnen ist. Dadurch wird selbst die Telefonie eingeschränkt, die Annahme von Anrufen wird zum Glücksspiel.

Stellenmarkt
  1. Kräuter Mix GmbH, Abtswind
  2. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund

Da verwundert es nicht, dass das Interesse am Zurückwechseln auf iPhone OS 3.x immer größer wird. Enttäuschte Kunden tauschen sich in Foren über Downgrades aus und es finden sich immer mehr Anleitungen im Netz dazu - etwa beim Macmagazin.de. Beim 3GS ist der Prozess etwas fummeliger, beim 3G hingegen recht einfach zu bewerkstelligen. Das trifft sich gut, denn Besitzer eines 3G leiden durch das iOS 4 am meisten.

  • iPhone 3G mit iOS 4 - bei iTunes angemeldet
  • iTunes erkennt iPhone 3G im Wartungsmodus
  • Um die alte Firmware einzuspielen, muss nun bei gedrückter Alt-Taste die Wiederherstellung gestartet werden
  • Die Wiederherstellung fragt nach einer einzuspielenden iOS-Datei
  • Eine der zu ignorierenden Fehlermeldungen bei der Wiederherstellung einer älteren iOS-Version
  • Das iPhone 3G wechselt hier gerade von iOS 4 zu iOS 3.13
  • Nach dem Einspielen des alten iPhone OS muss das Gerät wieder aus dem Wartungsmodus geholt werden - dabei hilft Recboot
  • iPhone 3G wieder mit iPhone OS 3.13
iPhone 3G wieder mit iPhone OS 3.13

Selbstversuch geglückt

Golem.de hat das Downgrade mit einem iPhone 3G erfolgreich durchgeführt. Das Gerät läuft nun einwandfrei mit iPhone OS 3.1.3 und lässt sich wieder flüssig nutzen. Leider hat auch diese letzte Version von iPhone OS 3.x Sicherheitslücken, die Apple erst mit iOS 4 schließt.

Die bisher erschienenen iOS-Versionen bietet Apple in seinem Entwicklernetzwerk an, sie finden sich jedoch auch in Foren als Downloadlinks. Um die Dateien einzuspielen, muss das Smartphone in den Wartungsmodus (DFU) versetzt werden. Dazu wird es über USB an einen Rechner mit laufendem iTunes gehängt - und sicherheitshalber noch ein Backup erstellt.

Schließlich müssen der Ein-/Ausschalter und die Home-Taste für etwa 7 Sekunden gleichzeitig gedrückt werden. Der auftauchende rote Ausschalten-Slider wird dabei ignoriert. Nachdem der iPhone-Bildschirm wieder dunkel geworden ist, sollte etwa zwei Sekunden gewartet und dann Ein-/Ausschalter losgelassen werden. Der Home-Knopf muss weiterhin gedrückt werden, etwa 10 Sekunden lang, bis iTunes sich meldet. Es kann sein, dass mehrere Versuche notwendig sind.

Alte Firmware einspielen

Sobald das Apple-Smartphone im Wartungsmodus ist, erkennt iTunes das und weist darauf hin. Der Bildschirm des iPhones bleibt dabei schwarz. Wer ein 3G besitzt, muss nun nur bei gedrückter Alt- (Mac OS X) oder Shift-Taste (Windows) in iTunes auf den Wiederherstellen-Button drücken, dann kann er die zuvor heruntergeladene iPhone-OS-Datei aussuchen und installieren. Fehlermeldungen können weitgehend ignoriert werden - der Fehler 1015 beispielsweise hatte bei uns keine Auswirkungen.

Nach dem Zurücksetzen der Firmware muss der Wartungsmodus beendet werden. Dazu kann die kostenlose Software Recboot eingesetzt werden. Nach dem Neustart des Geräts fragt iTunes, ob ein Backup eingespielt oder das iPhone 3G wie ein Neugerät behandelt werden soll. Sofern kein Backup des Geräts mit einer identischen Firmware vorliegt, sollte das Gerät lieber neu eingerichtet werden, um Probleme zu vermeiden. Zu beachten ist, dass dann alle auf dem 3G befindliche Daten gelöscht werden.

Beim 3GS, dem iPod touch der zweiten und dritten Generation und dem iPad - für das es das iOS 4 noch nicht gibt - hat Apple eine SHSH-Blob-Signatur als Hürde eingebaut. Wer diese Daten nicht vor dem Wechsel zu iOS 4 gesichert hat, kann die alte Firmware nicht mehr nachträglich signieren lassen. Er hat also derzeit keine Möglichkeit, ein Downgrade auszuführen.

Nachtrag vom 21. Juli 2010, um 12:15

Wer das iOS 4 wegen seiner sinnvollen Neuerungen nicht loswerden will, soll dem Betriebssystem auch auf dem 3G Beine machen können. Dazu muss unter Einstellungen - Allgemein - Homebutton - Spotlight-Suche die Such-Indizierung deaktiviert werden. Die Geschwindigkeit des 3G soll sich dadurch deutlich verbessern. Golem.de konnte das auf einem 3G verifizieren, allerdings läuft das Gerät damit subjektiv immer noch langsamer als mit dem alten iPhone OS.



Anzeige
Blu-ray-Angebote

cynicer 18. Mai 2014

Der Artikel ist von 2010. ;)

ElMario 09. Dez 2013

Mein p920 (über 2 Jahre alt) hat mit keiner App Geschwindigkeitsprobleme. Klar, der...

ElMario 09. Dez 2013

LG Optimus 3D / Optimus Thrill läuft seit dem "Upgrade" von Gingerbread auf ICS 4.0.4...

Benjo 20. Okt 2010

Hallo kann nur zustimmen,habe auch das 3gs mit allerdings OS 4.1,läuft eigentlich soweit...

benjo 20. Okt 2010

hallo


Folgen Sie uns
       


Dragon Quest 11 - Test

Der 11. der Teil der Dragon-Quest-Reihe bleibt bei den Wurzeln der über 30 Jahre alten Serie und macht damit fast alles richtig.

Dragon Quest 11 - Test Video aufrufen
NUC7 (June Canyon) im Test: Intels Atom-Mini ist großartig
NUC7 (June Canyon) im Test
Intels Atom-Mini ist großartig

Der aktuelle NUC7 alias June Canyon ist einer der bisher besten Mini-PCs von Intel: Er hat genügend Leistung für alltägliche Aufgaben sowie Video-Inhalte, bleibt schön leise und kostet überdies deutlich weniger als 200 Euro.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Bean Canyon und Crimson Canyon Intels NUCs haben 10-nm-Chip und AMD-Grafik
  2. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  3. NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Sony RX100 VI im Test: Besser geht Kompaktkamera kaum
Sony RX100 VI im Test
Besser geht Kompaktkamera kaum

2012 hat die Sony seine Kompaktkameraserie RX100 gestartet. Das neue Modell RX100 VI mit extra großem Zoom zeigt, dass sich auch eine gute Kamera immer noch verbessern lässt. Perfekt ist sie jedoch immer noch nicht.
Ein Test von Andreas Donath

  1. M10-D Leica nimmt Digitalkamera absichtlich das Display
  2. Keine Speicherkarten Zeiss plant Vollformatkamera ZX1 mit eingebautem Lightroom
  3. Insta 360 Pro 2 Neue Profi-360-Grad-Kamera nimmt 3D-Videos in 8K auf

Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

    •  /