Amazon.com: E-Books überholen erstmals Hardcover-Bücher
Seit der Preissenkung beider Kindle-Modelle haben sich die Verkaufszahlen der Geräte laut Amazon.com insgesamt verdreifacht. Dabei wird vor allem das 6-Zoll-Kindle für nunmehr 189 US-Dollar erwähnt. Das Unternehmen hatte bisher keine aktuellen Verkaufszahlen für seine Kindle-Geräte genannt.
Amazon zitiert die Association of American Publishers, nach deren Analysen die E-Book-Verkäufe im Mai 2020 um 163 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen sind. Die Kindle-E-Book-Verkaufszahlen sollen dabei laut Amazon merklich über dem Schnitt liegen.
In der ersten Jahreshälfte 2010 hat das Unternehmen dreimal mehr Kindle-Bücher verkauft als in der ersten Jahreshälfte 2009. In der Zeit von Anfang April bis Ende Juni 2010 entfielen dabei auf 100 verkaufte Hardcover-Buchausgaben 143 Kindle-Bücher.
Beschränkt auf den Juni sollen 180 Kindle-Bücher für 100 Hardcover-Bücher verkauft worden sein. Dabei wurden die kostenlosen Kindle-Bücher nicht eingerechnet, das Verhältnis würde sich dann noch mehr zu Gunsten der E-Books ändern. Mit den günstigeren Taschenbüchern können die E-Books aber noch lange nicht mithalten.
Konkrete Zahlen nennt Amazon.com nur für bestimmte Autoren: Charlaine Harris, Stieg Larsson, Stephenie Meyer und Nora Roberts sollen alle jeweils mehr als 500.000 Kindle-E-Books verkauft haben.
Bei James Patterson waren es laut Publisher bis zum 6. Juli 2010 sogar 867.881 Stück. Weitere E-Book-Shops, also die Kindle-Store-Konkurrenz eingerechnet, schafft es Patterson bisher auf insgesamt 1,14 Millionen E-Book-Verkäufe.
Kindle-Bücher lassen sich auf dem Kindle, Kindle DX, verschiedenen Smartphone-Plattformen, dem iPad, dem Mac und dem PC lesen. Der US-amerikanische Kindle-Store umfasst rund 630.000 größtenteils kostenpflichtige, meist englischsprachige E-Books. Europäische Nutzer können aus rund 420.000 E-Books auswählen.