Truecrypt 7.0: AES-Verschlüsselung mit Hardwarebeschleunigung
Truecrypt 7.0 kann die AES-Beschleunigung aktueller Intel-Prozessoren in Form der AES-NI-Instruktionen nutzen, was die Verschlüsselung um den Faktor 4 bis 8 beschleunigen soll. Für die Schlüsselgenerierung werden die AES-NI-Instruktionen nicht verwendet. Zu den Prozessoren, die AES-NI unterstützen, zählen aktuelle Modelle von Intels Core i5 und i7, sowohl für Desktops als auch für Notebooks.
Die Hardwarebeschleunigung kann auf Wunsch auch deaktiviert werden, beispielsweise wenn ein Nutzer stattdessen die vollständig als Open Source vorliegende AES-Implementierung von Trucrypt nutzen will.
Für Windowsnutzer soll die neue Version den Umgang mit externen verschlüsselten Speichermedien vereinfachen, denn diese werden auf Wunsch automatisch gemountet, wann immer sie mit dem Rechner verbunden werden – vorausgesetzt es wird das korrekte Passwort angegeben oder der entsprechende Schlüssel liegt vor.
Darüber hinaus unterstützt Truecrypt 7.0 nun auch verschlüsselte Partitions- und Geräte-Volumes mit Sektorgrößen von 4.096, 2.048 oder 1.024 Byte. Bislang können hier nur dateibasierte Volumes eingerichtet werden.
Der "Favorite Volumes Organizer" erlaubt es, Einstellungen für einzelne Volumes festzulegen, beispielsweise ob und wie ein Volume beim Booten gemountet werden soll.
Unter Windows ab Vista nutzt Truecrypt zudem ein neues Windows-API, um von Windows angelegte Hibernation- und Crash-Dump-Dateien zu verschlüsseln. Windows XP und Windows Server 2003 fehlt ein solches API, so dass hier ein Umweg gegangen werden muss, was dazu führen kann, dass eine Datei auch einmal nicht verschlüsselt wird.
Truecrypt 7.0 steht ab sofort unter truecrypt.org(öffnet im neuen Fenster) für Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit. Die Version unterstützt keine verschlüsselten Volumes auf Disketten mehr.



