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Onlive: Spielestreaming auch für iPhone, iPad und Android

Selbst leistungshungrige PC-Spiele funktionieren mit voller Grafikpracht auf schwachbrüstigen Rechnern mit Windows-PC oder Mac OS – über Onlive . Seit Mitte Juni 2010 läuft der Streamingdienst in den USA, jetzt zieht das Unternehmen ein erstes Fazit und spricht über WLAN, Grafikauflösungen sowie iPad und Android.
/ Peter Steinlechner
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"Wir haben unsere Erwartungen weit übertroffen" , sagte Onlive -Chef Steve Perlman im Gespräch mit Cnet.com(öffnet im neuen Fenster) . Damit widerspricht er Branchenteilnehmern, die dem Mitte Juni 2010 gestarteten Streamingdienst für Spiele einen schwierigen Start vorausgesagt hatten. Auch die technischen Herausforderungen habe sein Unternehmen weitgehend im Griff, so Perlman – was sich mit den Aussagen von amerikanischen Spielern und Journalisten deckt, die Onlive Alltagstauglichkeit bescheinigen.

Onlive – Trailer
Onlive – Trailer (01:59)

Mit Hilfe von Onlive laufen selbst leistungshungrige PC-Spiele auch auf langsamen Notebooks unter Windows oder Mac OS. Das funktioniert, indem die Programme auf Servern von Onlive laufen und dann Bild für Bild auf den Rechner des Endnutzers gestreamt werden. Nötig ist eine schnelle Internetverbindung – die stellt Onlive unter anderem durch Absprachen mit Internetprovidern und durch eine Vielzahl von Serverfarmen sicher, so dass die Distanz bis zum Spieler möglichst kurz ist. In Großbritannien soll Onlive Ende 2010 starten, Informationen über das Angebot für den deutschsprachigen Markt liegen nicht vor.

Perlman kündigte an, dass sein Unternehmen konkrete Pläne hat, künftig auch iPad, iPhone und Smartphones mit Android zu unterstützen. Allerdings müssten die Publisher ihre Titel so anpassen, dass sie mit der jeweiligen Steuerung funktionierten, was nicht ganz einfach sein dürfte. Außerdem ist nach Einschätzung von Perlman völlig offen, ob Apple die Onlive-Software im App Store freigibt – falls nicht, werde sie aber auf jeden Fall für Android veröffentlicht.

Außerdem kündigte Perlman an, dass Unterstützung für eine höhere Auflösung als die momentan gebotenen 720p (1.280 x 720 Pixel) derzeit im Betatest sei. Allerdings würde für 1080p – also 1.920 mal 1.080 Pixel – ungefähr die doppelte Bandbreite benötigt, also dann rund 10 Mbps. Ebenfalls getestet werde die Möglichkeit, auch an Endgeräten zu spielen, die per WLAN auf das Internet zugreifen. Der monatliche Mitgliedspreis für Onlive in den USA soll nach der einjährigen Einführungsphase bei rund 5 US-Dollar liegen; eine Zeit lang hatte das Unternehmen vorgehabt, rund 15 US-Dollar zu kassieren.


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