Windows-API für Linux

Wine 1.2 freigegeben

Wine, die Windows-Laufzeitumgebung für Unix, ist nach zweijähriger Entwicklungszeit in der stabilen Version 1.2 veröffentlicht worden. Mit Wine 1.2 können unter Linux auch 64-Bit Anwendungen verwendet werden. Mit dem Icon-Theme Tango soll sich Wine optisch besser in die Unix-Umgebung anpassen.

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Windows-API für Linux: Wine 1.2 freigegeben

Die Wine-Entwickler verzeichnen nach zweijähriger Entwicklungszeit über 23.000 Änderungen und 3.000 Reparaturen an dem Nachbau der Windows-API für Unix. Das neue Tango-Theme soll mit seinen Icons für eine optisch bessere Integration der Windows-Applikationen unter Unix sorgen. Allerdings funktioniert das Subpixel-Rendering für Schriftarten noch nicht zufriedenstellend. Der Druckerassistent wurde überarbeitet und soll jetzt stabil laufen. Die aktuelle Version wurde vollständig ins Deutsche übersetzt.

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In Version 1.2 können auch 64-Bit Windows-Applikationen installiert und verwendet werden. Während die 32-Bit Variante nur 32-Bit Anwendungen unterstützt, ist die 64-Bit-Umgebung abwärtskompatibel und kann sowohl 32- als auch 64-Bit-Anwendungen beherbergen. Dabei werden 32-Bit-Anwendungen auf Bibliotheken verweisen, die im WoW64-Dateisystem liegen. Die 64-Bit Umgebung steht allerdings bislang nur unter Linux zur Verfügung. Das 16-Bit Subsystem wurde vollständig ausgelagert und wird nicht mehr beim Start von 32-Bit-Applikationen automatisch gestartet. Die C-Runtime-Bibliotheken Msvcr80, Msvcr90 und Msvcr100 werden größtenteils unterstützt.

Wine 1.2 bringt eine fast vollständige Implementierung von DirectX 9.0 mit und verspricht damit die Unterstützung von mehr Windows-Spielen als sein Vorgänger. Meshes, Sprites und Schriften werden besser verarbeitet und ein Shader-Assembler wurde implementiert. Zudem verarbeitet die aktuelle Version mehr OpenGL-Erweiterungen, etwa ARB_framebuffer_object, ARB_texture_rg oder EXT_texture_compression_rgtc. Der Wine-Nachbau der Grafikbibliothek GDIPlus, die unter anderem für die 2D-Darstellung sowie Anti-Aliasing zuständig ist, wird statt des Originals eingesetzt. Zudem wurde die Erkennung von Grafikkarten weiter verbessert.

Die mitgelieferte Gecko-Engine von Mozilla wurde aktualisiert und kann mit zusätzlichen HTML-Objekten umgehen. Allerdings gibt es davon noch keine 64-Bit-Version. Das HTTP-Protokoll wurde unter anderem um die Unterstützung von IPv6-Adressen und eine verbesserte Zertifikats-Validierung erweitert. Der Nachbau der Bibliothek Inetcomm.dll kommt mit den Protokollen POP3 und SMTP klar. Zudem wird Javascript fast vollständig unterstützt.

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Durch Verbesserungen am OLE-Framework werden MS-Office-Dokumente unterstützt, die Makros sowie Datenbank-Objekte enthalten. Außerdem wurde das Kopieren und Einfügen von OLE-Objekten verbessert.

Eine vollständige Liste aller Neuerungen und Änderungen listet das ausführliche Changelog auf der Webseite des Projekts auf. Dort steht zusätzlich der Quellcode der aktuellen Version zum Download zur Verfügung. Wine 1.2 gibt es für etliche Linux-Varianten bereits als Binärdateien - entweder zum Download auf der Projektseite oder in diversen Repositories. Unter winehq.org stehen auch Binär-Versionen für FreeBSD, Slackware und Solaris bereit. Eine Binär-Version Mac OS X, die unter anderem Unterstützung für Joysticks, DVDs und den MP3-Codec mitbringt, soll in wenigen Tagen folgen.

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renegade334 19. Jul 2010

bei mir bringt "uname -m" x86_x64 2°32 = 4GB Memory ja und nein! Angenommen du öffnest...

Perry3D 19. Jul 2010

Mal sehen, was aus dem Gallium DirectX State Tracker wird: https://www.golem.de/1002/72966...

Wahrheitssager 19. Jul 2010

Cedega unterstützt lizenzierte Kopierschutzmechanismen die einige der Windows Spiele...

Ainer v. Fielen 19. Jul 2010

Ich finde, also bin ich!



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