Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Freebase: Google kauft Metaweb

Google übernimmt den Semantik-Spezialisten Metaweb und damit auch dessen freie Datenbank Freebase zur strukturierten Erfassung von Daten und Beziehungen zwischen Dingen aus der realen Welt. Google will mit den Informationen seine Suchmaschine optimieren.
/ Jens Ihlenfeld
12 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Google hat Metaweb übernommen, den Betreiber der freien Datenbank Freebase. Freebase soll Googles Suchmaschine in Zukunft verbessern. Das Unternehmen bemüht sich zunehmend, bestimmte Fragen seiner Nutzer direkt zu beantworten, statt dem Nutzer lediglich eine passende Auswahl an Webseiten vorzusetzen. Das setzt voraus, dass die Suchmaschine die konkrete Frage eines Nutzers auch versteht.

Bei einer Suche mit eindeutigen Begriffen liefert Google schon heute Antworten. So erhält man bei der Frage [barack obama birthday](öffnet im neuen Fenster) die Antwort: "Barack Obama date of birth — 4 August, 1961 – According to answers.com, wikipedia.org, imdb.com and 1 other" .

Metaweb erklärt Freebase
Metaweb erklärt Freebase (03:26)

Komplexe Fragen mit unspezifischen Begriffen bewältigt Google allerdings nicht – [actors over 40 who have won at least one oscar](öffnet im neuen Fenster) liefert heute kein Ergebnis. Die Zusammenarbeit mit Metaweb soll das ändern.

Metawebs semantische Datenbank Freebase soll auch in Zukunft offen sein. Ähnlich wie bei Wikipedia kann auch bei Freebase jeder mitmachen. Es geht dabei jedoch nicht um lexikographische Inhalte, sondern die Verknüpfung zwischen Objekten. Jedes Objekt wird dabei nur einmal in die Datenbank eingetragen, auch wenn zum Beispiel eine Person in unterschiedlichen Bereichen tätig ist. So soll ein "Informations-Hub" entstehen, von dem aus die unterschiedlichen Bedeutungen über Verknüpfungen erreichbar sind.

Details zur Übernahme verriet Google nicht. Anfang 2008 hatte Metaweb Risikokapital in Höhe von 42,5 Millionen US-Dollar erhalten.


Relevante Themen