Antennagate:Nokia und RIM bezichtigen Apple der Lüge
Apples Vorwürfe ließen Nokia und Research In Motion (RIM) nicht lange kalt. Die Konkurrenten bezichtigen Apple der Lüge und widersprachen Steve Jobs' Behauptung, dass nicht nur das iPhone 4 , sondern auch Mobiltelefone von Nokia und RIM Empfangsprobleme hätten. Grund sei die Art der Antennenintegration.
Freitagabend war Apples eilig einberufene Pressekonferenz zum Antennenproblem des iPhone 4 . Apple-Chef Steve Jobs behauptete, nicht nur das iPhone 4 sei von den Empfangsproblemen betroffen, sondern auch Mobiltelefone anderer Hersteller.
Beim iPhone 4 häuften sich Berichte, dass es immer wieder zu Verbindungsabbrüchen komme. Eine unabhängige Untersuchung brachte das Ergebnis, dass ein Designfehler der iPhone-4-Antenne dafür sorgt, dass sich die Antennenleistung verringert, wenn das iPhone 4 in einer bestimmten Position gehalten wird.
Bild 1/59: iPhone 4 mit einer LED neben der Kamera
Bild 2/59: Unten befinden sich Mikrofon, Lautsprecher und der Anschluss für das iPod-Kabel. Auch ein VGA-Ausgang liegt auf diesem Anschluss auf.
Bild 3/59: Das iPhone 4 ist dünner als das 3GS (links). Trotzdem fühlt sich das 3GS dank der abgerundeten Kanten dünner an.
Bild 4/59: Der normale Sim-Kartenhalter passt nicht mehr.
Bild 5/59: Das iPhone 4 akzeptiert nur noch Micro-SIMs. Die kann sich der Nutzer aber zurechtschneiden.
Bild 6/59: iPhone 4 und darunter das iPhone 3GS
Bild 7/59: Die Lautstärkeregler sind nicht mehr in Form einer Wippe, sondern als einzelne Knöpfe vorhanden.
Bild 8/59: Kratzfestes Äußeres
Bild 9/59: Kleine Kamera neben dem Lautsprecher für Videotelefonie
Bild 10/59: Geschrumpft: Das Netzteil ist kleiner.
Bild 11/59: Das Display ist scharf.
Bild 12/59: Das rechte Display (iPhone 4) zeigt mehr Details auf kleinem Raum, ...
Bild 13/59: ... spiegelt aber genauso wie der Vorgänger.
Bild 14/59: Nebeneinander: 3GS links und 4 rechts.
Bild 15/59: Als Screenshot: Die folgenden Bilder haben die Dimensionen 960 x 640 und werden auf dem kleinen 3,5-Zoll-Display des iPhones angezeigt.
Bild 16/59: Kameraansicht: Links die Blitzkontrolle, rechts die Möglichkeit, auf die Frontkamera umzuschalten.
Bild 17/59: Facetime in iOS4. Nur aktiv auf einem iPhone 4.
Bild 18/59: Schön zu sehen: Die Schrift ist gut, das Album-Artwork ist hingegen nicht gut genug. Da kann auch iOS 4 nichts machen.
Bild 19/59: Ansicht eines Albums
Bild 20/59: Ansicht eines abgespielten Songs inklusive Liedtext
Bild 21/59: TV-Ausgangsoptionen im iOS 4
Bild 22/59: High-Res- und Low-Res-Icons. Wer genau hinsieht, bemerkt den Unterschied.
Bild 23/59: Weitere Icons: Vor allem das Amazon- und Deutsche-Bank-Symbol sind erkennbar schlechter.
Bild 24/59: Flight Control ohne iPhone-4-Anpassung, aber auf dem iPhone 4
Bild 25/59: Mit Anpassung auf dem iPhone 4
Bild 26/59: Die folgenden Beispielfotos sind in voller Auflösung abgelegt...
Bild 27/59: ... und, wenn nicht anders beschrieben, automatisch belichtet worden.
Bild 28/59: Hier wurde manuell eingegriffen.
Bild 29/59: Digitaler Zoom liefert keine guten Bilder.
Bild 30/59: Am Oranienplatz in Berlin
Bild 31/59: Diplomatenviertel. Gut zu sehen sind die Lichtreflexionen.
Bild 32/59: Zoofenster im Bau
Bild 33/59: Potsdam
Bild 34/59: Potsdam
Bild 35/59: Heftige Lensflares
Bild 36/59: Lensflares: Vor allem der rote Punkt stört.
Bild 37/59: Ohne direkte Sonne existiert das Problem mit den Lensflares nicht.
Bild 38/59: Automatische Belichtung
Bild 39/59: Erster Versuch, die Belichtung zu manipulieren.
Bild 40/59: Zweiter Versuch
Bild 41/59: Automatische Belichtung
Bild 42/59: Rauschen auf dem iPhone 4: Das Bild sieht nicht gut aus...
Bild 43/59: ... ist im Vergleich zum iPhone 3GS hier deutlich besser.
Bild 44/59: Apples iMovie-App ist eine der ersten, die ausschließlich mit dem iPhone 4 funktioniert.
Bild 45/59: Lokalisierungsabfrage in iMovie
Bild 46/59: Auswahl eines Grundthemas
Bild 47/59: Medien können aus der Bibliothek und von der Kamera übernommen werden.
Bild 48/59: Auswahl bereits gespeicherter Videos
Bild 49/59: Das Projekt...
Bild 50/59: ... und die Export-Optionen.
Bild 51/59: Bilderauswahl
Bild 52/59: Musikauswahl
Bild 53/59: Audio- und Videospur sowie die Voransicht
Bild 54/59: Übergänge können eingestellt werden.
Bild 55/59: Ein Übergang
Bild 56/59: Clipmanipulation
Bild 57/59: Clipmanipulation
Bild 58/59: Clipeigenschaften
Bild 59/59: Clips lassen sich per Drag & Drop umsortieren.
Den Anschuldigungen Apples widersprachen Nokia und RIM entschieden. In einer dem Nokia Blog(öffnet im neuen Fenster) vorliegenden Stellungnahme Nokias betont der Handyhersteller, dass er viel Energie und Zeit in das Design einer Handyantenne investiere. Besitzer eines Nokia-Handys könnten ihr Gerät halten wie sie wollten, die Antenne sei immer so integriert, dass es keine Verbindungsabbrüche gebe. Entschieden betont Nokia, dass die Geräte des Herstellers so entwickelt werden, dass das Gerät für den Einsatz im echten Leben geeignet ist, also gehalten werden kann, wie der Kunde mag. Außerdem verweist Nokia auf seine langjährige Erfahrung; bereits 1998 kam mit dem Nokia 8810 das erste Mobiltelefon mit integrierter Antenne auf den Markt.
Besonders erbost zeigt sich RIM in einer Stellungnahme, die Golem.de vorliegt: RIM wirft Apple vor, der iPhone-Hersteller wolle von eigenen Problemen ablenken, indem er andere bezichtige. Das sei inakzeptabel. RIM betont, dass Apple Design-Entscheidungen beim iPhone 4 gefällt habe, deren Konsequenzen der Konzern nun auch tragen müsse. RIM habe ein iPhone-4-Design erwogen und dann verworfen und sich für einen anderen Weg entschieden, damit es nicht zu Verbindungsabbrüchen komme, erklärt der Blackberry-Hersteller.
Wie auch Nokia betont RIM, der Konzern investiere viel Zeit und Energie in die Entwicklung der Antennentechnik in Blackberry-Smartphones. Obwohl Apple behauptet, das Antennenproblem könnte mit dem Update auf iOS 4 behoben werden, verteilt der Konzern kostenlos Hüllen für das iPhone 4. Damit sollen Verbindungsabbrüche unterbunden werden. Hier betont RIM ironisch, dass alle Blackberry-Geräte auch ohne Tasche sehr gut funktionieren und es keine Verbindungsabbrüche gibt.