EU-Kommissarin Kroes: Open Source gewinnt an Bedeutung

Kroes sagte, immer mehr öffentliche Verwaltungen setzten Open-Source-Software (OSS) ein und seien damit zufrieden. Als Beispiel nannte sie die Umstellung auf die Linux-Distribution Debian und den Einsatz freier Software, etwa Openoffice.org und Mozilla , in städtischen Einrichtungen in München .

Kroes erwähnte auch die Open-Source-Richtlinien der britischen und niederländischen Regierungen. Frankreich, Spanien und Deutschland seien die Länder, die vornehmlich OSS einsetzten. OSS bewähre sich, denn dessen Einsatz spare Kosten und verringere die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern.
Früher sei Open Source für Unternehmen und die öffentliche Hand ein Unwort gewesen. Inzwischen seien aber die Vorbehalte ausgeräumt, die es wegen Unklarheiten zum geistigen Eigentum und fehlender Wartung von OSS gegeben habe. Dank einer aktiven Community konnte OSS aus der Nische entkommen.
Auch die EU spiele eine wichtige Rolle, so Kroes: Mit dem Open Source Observatory and Repository (OSOR) biete sie eine Möglichkeit für öffentliche Einrichtungen, Erfahrungen auszutauschen und Software auszuprobieren. Mit der Open-Source-Lizenz EUPL bietet auch die EU einen rechtlichen Schutz für OSS.
Kroes ist EU-Kommissarin für die Digitale Agenda und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.



