• IT-Karriere:
  • Services:

Sommerloch

High durch mp3?

In den USA bewegt ein vermeintlich neues Phänomen die Medien: Jugendliche sollen Audiodateien aus dem Internet herunterladen - und beim Hören in einen Rausch geraten. Schuld daran sollen binaurale Beats sein. Sie sind seit fast 200 Jahren bekannt und werden gern für unseriöse Zwecke genutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Sommerloch: High durch mp3?

In der zukunftsweisenden Neuromancer-Trilogie, die der US-Autor William Gibson in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts veröffentlichte, verfügten die Protagonisten über sogenannte Neurokanülen, über die sich Drogen zuführten. Das war Fiktion. In der Realität kommen Nutzer 25 Jahre später mit weniger aus: Ein Kopfhörer und eine mp3-Datei sollen für den Rausch aus dem Internet ausreichen.

Digitale Droge?

Stellenmarkt
  1. SySS GmbH, Tübingen, Frankfurt am Main, München, Wien (Österreich)
  2. ekom21 - KGRZ Hessen, Gießen, Kassel

I-Dosing nennt sich das Phänomen, über das US-Medien derzeit berichten und vor dem die Behörden bereits warnen. Die Nutzer laden aus dem Internet - kostenlos oder gegen Bezahlung - speziell gestaltete Musikdateien herunter. Werden sie mit einem Kopfhörer gehört, soll das den Nutzer in einen rauschhaften Zustand versetzen. Die Lieferanten der Tondateien behaupten sogar, dass sie Effekte unterschiedlicher Drogen auf diese Weise nachahmen könnten.

Was hier als digitale Droge verkauft wird, beruht auf einem Effekt, den der deutsche Physiker Heinrich Wilhelm Dove im Jahr 1839 entdeckt hat: die binauralen Beats. Hört ein Mensch mit einem Kopfhörer auf jedem Ohr einen anderen Ton, sind die beiden Frequenzen aber ähnlich, so spielt ihm das Gehirn vor, er höre einen einzigen, pulsierenden Ton. Das Phänomen wird in der Wissenschaft eingesetzt, beispielsweise in der Hirnforschung.

Alter Hut!

Auch zweifelhafte Anwendungen der binauralen Beats seien nicht neu, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Psychology Today: Unseriöse Geschäftemacher werben damit, dass sich damit die Produktion von körpereigenen Stoffen anregen lasse - etwa vom Neurotransmitter Dopamin oder von Endorphinen. Dadurch sollten die Nutzer besser schlafen oder lernen; oder eben in einen Rausch geraten.

Dass Musik Einfluss auf die Psyche hat, ist unbestritten. Gefühle beim Hörer zu evozieren, ist schließlich die Absicht eines Komponisten. Gelingt ihm das, hat er seine Arbeit gut gemacht. Dass Töne jedoch die Wirkung verschiedener Drogen hervorrufen können, ist Humbug.

Das Ganze erinnert ein wenig an einen Vorfall aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts: Seinerzeit bezichtigten Eltern Musiker der Mitschuld an versuchten oder vollzogenen Selbstmorden ihrer Kinder. Sie warfen Musikern wie Judas Priest oder Ozzy Osbourne vor, die Jugendlichen durch sogenannte subliminale Botschaften auf ihren Platten, die nur unterbewusst wahrgenommen würden, zu ihren Taten animiert zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,65€
  2. 4,15€
  3. (-92%) 0,75€

Der Kaiser! 26. Jul 2010

Interessant. Aber irgendwie fehlen da die Dateien die im Podcast erwähnt wurden..

Der Kaiser! 25. Jul 2010

Ok. Trotzdem danke. :)

Der Kaiser! 25. Jul 2010

Tatsächlich.* O.O *http://www.youtube.com/watch?v=M_bvT-DGcWw#t=4m

Der Kaiser! 25. Jul 2010

:)

Der Kaiser! 25. Jul 2010

Hilft nix wenn du Britney Spears hörst. Von den Drogen würd ich die Finger lassen..


Folgen Sie uns
       


Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020)

Der Eracing Simulator von Razer versucht, das Fahrgefühl in einem Rennwagen wiederzugeben. Dank Motoren und einer großen Leinwand ist die Immersion sehr gut, wie Golem.de im Hands on feststellen konnte.

Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020) Video aufrufen
Concept One ausprobiert: Oneplus lässt die Kameras verschwinden
Concept One ausprobiert
Oneplus lässt die Kameras verschwinden

CES 2020 Oneplus hat sein erstes Konzept-Smartphone vorgestellt. Dessen einziger Zweck es ist, die neue ausblendbare Kamera zu zeigen.
Von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth LE Audio Neuer Standard spielt parallel auf mehreren Geräten
  2. Streaming Amazon bringt Fire TV ins Auto
  3. Thinkpad X1 Fold im Hands-off Ein Blick auf Lenovos pfiffiges Falt-Tablet

Mr. Robot rezensiert: Domo Arigato, Mr. Robot!
Mr. Robot rezensiert
Domo Arigato, Mr. Robot!

Wie im Achtziger-Klassiker Mr. Roboto von Styx hat auch Elliot in Mr. Robot Geheimnisse. Die Dramaserie um den Hacker ist nicht nur wegen Rami Malek grandios. Sie hat einen ganz eigenen beeindruckenden visuellen Stil und zeigt Hacking, wie es wirklich ist. Wir blicken nach dem Serienfinale zurück.
Eine Rezension von Oliver Nickel und Moritz Tremmel

  1. Openideo-Wettbewerb Die fünf besten Hacker-Symbolbilder sind ausgewählt
  2. Cyberangriffe Attribution ist wie ein Indizienprozess
  3. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken

Holo-Monitor angeschaut: Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild
Holo-Monitor angeschaut
Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild

CES 2020 Mit seinem neuen 8K-Monitor hat Looking Glass Factory eine Möglichkeit geschaffen, ohne zusätzliche Hardware 3D-Material zu betrachten. Die holographische Projektion wird in einem Glaskubus erzeugt und sieht beeindruckend realistisch aus.
Von Tobias Költzsch und Martin Wolf

  1. UHD Alliance Fernseher mit Filmmaker-Modus kommen noch 2020
  2. Alienware Concept Ufo im Hands on Die Switch für Erwachsene
  3. Galaxy Home Mini Samsung schraubt Erwartungen an Bixby herunter

    •  /