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E-Book-Reader

Hewlett-Packard entwickelt farbiges elektronisches Papier

E-Book-Reader brauchen keine Hintergrundbeleuchtung und haben daher eine lange Akkulaufzeit. Aber sie sind schwarz-weiß. Im Forschungslabor des US-Hardwareherstellers Hewlett-Packard tüfteln Mitarbeiter an Bildschirmen, die leuchtende Farben ohne Hintergrundbeleuchtung darstellen.

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E-Book-Reader: Hewlett-Packard entwickelt farbiges elektronisches Papier

Forscher beim US-Hardwarehersteller Hewlett-Packard (HP) arbeiten an der Verbesserung von Farbbildschirmen für E-Book-Reader. Dazu entwickeln sie unter anderem neue Materialien, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review. Sie sollen farbige Bildschirme ermöglichen, die auch Videos darstellen können.

Keine Hintergrundbeleuchtung

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Die Displays der E-Book-Reader, auch elektronisches Papier genannt, kommen ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Sie bestehen aus zwei hauchdünnen Folien, von denen eine mit einem dichten Netz aus unsichtbaren Leiterbahnen überzogen ist. Zwischen den beiden Folien befinden sich viele winzige Zellen, in denen schwarze und weiße Pigmente schwimmen. Die Farbpigmente sind elektrisch geladen. Werden die Leiterbahnen unter Spannung gesetzt, bewegen sich die Pigmente an die Oberfläche und bilden schwarze oder weiße Flächen: Buchstaben, Satzzeichen und den weißen Hintergrund.

Diese Technik funktioniert bei Schwarz-weiß-Bildschirmen sehr gut. Sie farbig zu machen, ist schwierig. E-Ink versucht es mit farbigen Filtern, die jedoch Licht schlucken, wodurch das Display nicht mehr so gut abzulesen ist.

Farbspiele

Die Mitarbeiter im HP-Labor im kalifornischen Palo Alto haben neue Materialien entwickelt, die dieses Problem lösen sollen: Dabei handelt es sich um Verbundwerkstoffe, die die Farbe des Lichts verändern. Einer der Stoffe verwandelt blaues und grünes Licht in rotes, indem das Licht von einem Farbmolekül zum nächsten weitergeleitet wird. So ändert sich die Wellenlänge des Lichts. Das sollte mit möglichst wenig Verlust geschehen. Auch einen Stoff, der blaues Licht in grünes verwandelt, gibt es schon. Problematisch ist hingegen die Farbe Blau.

Wann die Technik marktreif sein wird, ist nicht klar. Allerdings beschäftigen sich die HP-Entwickler schon mit Verfahren, wie sich die Displays in Serie fertigen lassen.

Druck durch Tablets

Apple hat mit seinem iPad die Hersteller der E-Book-Reader in Zugzwang gebracht. Um mit diesem und anderen Tablets konkurrieren zu können, brauchen die Geräte ebenfalls farbigen Bildschirme. Die Philips-Ausgründung Liquavista hat auf der CES Anfang des Jahres ein farbiges elektronisches Papier vorgestellt. Das Unternehmen E-Ink, das die Bildschirme für die meisten E-Book-Reader liefert, will Farbdisplays im kommenden Winter auf den Markt bringen.

Amazon-Chef Jeff Bezos hingegen hat kürzlich Spekulationen, das Kindle könnte bald einen Farbbildschirm bekommen, widersprochen. Die Technik sei noch nicht serienreif, sagte er. Es werde deshalb noch dauern, bis das Kindle ein hochwertiges Farbdisplay bekomme.

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Nec 15. Jul 2010

Danke für die Infos. Haben mich überzeugt. Also wenn die das wirklich hinkriegen, satte...

Blair 15. Jul 2010

Wenn aber einer ein Tablet (iPad) mit ohne Hintergrundbeleuchtung will bzw. mit langer...

Blair 15. Jul 2010

Es beiden E-Paper-Hersteller Liquavista und Mirasol entwickeln Displays die ähnliches...


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