BKA und Kinderpornografie

Löschen funktioniert nicht zügig

Das Bundeskriminalamt plädiert einmal mehr für Internetsperren. Das Löschen der Seiten auf ausländischen Servern funktioniere nicht schnell genug, rund 40 Prozent der Seiten seien nach einer Woche noch abrufbar, heißt es in einer internen Studie des BKA.

Artikel veröffentlicht am ,

"Kinderpornografische Webseiten bleiben trotz aller Löschungsbemühungen eine zu lange Zeit abrufbar", zitiert die Welt aus dem Resümee einer internen BKA-Studie, die auf Zahlen des ersten Halbjahrs 2010 basiert.

Stellenmarkt
  1. Product Owner / Business Proecess Expert Retoure (m/w/d)
    Lidl Digital, Neckarsulm
  2. IT-Administrator (w/m/d) mit Schwerpunkt MS 365 / Azure
    XENON Automatisierungstechnik GmbH, Dresden
Detailsuche

Bis die Seiten aus dem Internet verschwinden, verzeichneten sie "immense Zugriffszahlen", was zu "einer Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung" führe. Daher plädiert das BKA dafür, die entsprechenden Seiten zu sperren, bis die Löschung erfolgt. Schon früher hatte sich BKA-Präsident Jörg Ziercke für die Einführung von Internetsperren im Internet eingesetzt.

Laut der in der Welt zitierten BKA-Studie gingen im ersten Halbjahr 2010 nur 20 direkte Löschungsbestätigungen beim BKA ein, hauptsächlich aus Russland. Dort stehen auch die meisten Server. Oft sei es schwierig, aufgrund von Untervermietung oder Umleitungen ins Ausland die zuständigen Provider zu ermitteln, heißt es in dem Bericht laut Welt.

Wolfgang Bosbach (CDU), Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag, stimmt den Forderungen des BKA zu: "Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass die Zahlen im zweiten Halbjahr besser sein werden als im ersten", sagte er der Zeitung. Das BKA habe gezeigt, dass die Löschung kinderpornografischer Seiten in einem viel zu geringem Umfang möglich sei. Die Konsequenz für Bosbach lautet: "Wenn man aber nicht löschen kann, muss man wenigstens den Zugang durch Internetsperren erschweren".

Golem Karrierewelt
  1. Angular für Einsteiger: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Anders sieht das Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die Internetsperren rigoros ablehnt und vor ihrer Amtszeit gegen das entsprechende Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hatte: Sie lobte gegenüber der Welt, dass das BKA "nach längerem Vorlauf angefangen hat, das Löschen kinderpornographischer Seiten voranzutreiben", hält es aber für zu früh, die Effektivität der Maßnahme zu beurteilen. Sie plädiert eher dafür, das Personal beim BKA aufzustocken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Gunman 16. Jul 2010

Wollte auch nur zeigen das es möglich sein kann, nicht vermuten das es immer so ist...

sperrt apple.com 15. Jul 2010

Ganz so einfach ist es ja nun nicht. Und spätestens wenn deine Mutter eine Bürokratin...

ddddxxx 15. Jul 2010

Volle Zustimmung! Beim Zdnet gibt es einen Artikel über eine Providerstudie. Laut denen...

sw 15. Jul 2010

Das ist Juristendeutsch. ;-) Dazu muss man sich die Definition für den Begriff der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. Garmin Edge Explore 2 im Test: Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer
    Garmin Edge Explore 2 im Test
    Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer

    Tour mit wenig Autos gesucht? Das Fahrrad-Navigationsgerät Garmin Edge Explore 2 kann uns das verschaffen - mit teils unerwarteten Folgen.
    Ein Test von Peter Steinlechner

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /