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Freier H.264-Encoder

Kommerzielle Lizenzen für x264

Der freie H.264-Encoder x264 wird künftig auch unter einer kommerziellen Lizenz angeboten. Proprietäre Abspaltungen sollen aber weiterhin verhindert werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Der unter anderem von Google, Facebook, Avail Media, Vudu und Hulu eingesetzte H.264-Codec x264 kann künftig auch unter einer kommerziellen Lizenz genutzt werden. Damit lässt sich die bislang nur unter der GPL angebotene Software auch in proprietäre Closed-Source-Software integrieren.

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Man wolle Anbietern eine Alternative zu überteuerten und schlechteren Produkten der Konkurrenz geben, begründet x264-Entwickler Jason Garrett-Glaser den Schritt. Nutzer der kommerziellen Lizenz erhalten den kompletten Quellcode der Software und können damit anstellen was sie wollen, müssen dafür aber ein Linzenzgebühr für jedes Exemplar der Software zahlen.

Modifikationen am Quellcode müssen aber auch Nutzer der kommerziellen Lizenz an das Unternehmen x264 LLC zurückgeben. Die x264-Entwickler entscheiden dann, ob die Änderungen in den offiziellen Quellcode aufgenommen werden. So sollen proprietäre Abspaltungen verhindert werden.

Die kommerzielle Lizenz soll kompatibel mit der LGPL sein, so dass die Software mit Bibliotheken wie libavcodec, libavformat und libswscale genutzt werden kann.

Sollte es zu Problemen mit dem Urheberrecht kommen, will sich x264 LLC darum kümmern und den entsprechenden Code ersetzen, oder die notwendigen Rechte einkaufen. Um die bei H.264 anfallenden Patentlizenzen müssen sich die Nutzer der kommerziellen x264-Lizenz selbst kümmern und diese an die MPEG-LA abführen.

Die Lizenzen für x264 sollen zum Preis von 1 US-Dollar pro Stück angeboten werden, bei einer Mindestabnahme von 10.000 Stück. Hinzu kommt die Patentgebühr, die bei 10 bis 20 Cent pro Stück liegt, wobei die ersten 100.000 Exemplare frei sind.

Die Einnahmen aus den kommerziellen Lizenzen sollen in erster Linie an die x264-Entwickler gehen, so dass sie dem Projekt mehr Zeit widmen können. Ein kleiner Teil wird für Rechtsberatungskosten ausgegeben. Die x264-Entwickler erwägen auch, mit dem Geld andere Open-Source-Projekte zu unterstützen, beispielsweise FFmpeg-Projekte im Zusammenhang mit H.264.

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Ahnungserkenner 15. Jul 2010

So, damit jetzt endlich Ruhe is : http://i.imagehost.org/0060/guckmalbubi.png

fof 14. Jul 2010

... und das "ein" davor in "eine" verwandeln ...


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