Abo
  • Services:

Open-Source-Hardware

Entwickler verabschieden Lizenz-Vorgaben

Eine Gruppe von Entwicklern hat Richtlinien veröffentlicht, die die Weitergabe von Open-Source-Hardware samt Software und Dokumentation regeln soll. Der Entwurf orientiert sich weitgehend an der Definition für freie Software, die auch vom OSI und von Creative Commons propagiert wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Open-Source-Hardware: Entwickler verabschieden Lizenz-Vorgaben

Bislang gibt es nur eine Lizenz für die Verteilung offener Hardware. Die TAPR Open Hardware Lizenz deckt aber nur die Hardware ab, nicht die dazugehörige Software und die Dokumentation. Grund genug für eine Gruppe von Entwicklern, Richtlinien für alternative Lizenzen zu entwerfen.

Stellenmarkt
  1. Convidis AG, Sankt Gallen (Österreich)
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Die neuen Richtlinien für offene Hardware (Open Source Hardware, OSHW) ist in einem zweiten Entwurf erschienen. Die Richtlinien sollen dafür sorgen, dass die wachsende Anzahl von Firmen, die mit Open-Source-Hardware Geld verdient, auch einen rechtlichen Rahmen für den Vertrieb ihrer Produkte erhält.

Hard- und softwarespezifische Lizenzbestimmungen

Zu den Kriterien, die Open-Source-Hardware ausmachen, gehört nach Ansicht der Entwicklergruppe eine offene Dokumentation. Sie muss verändert werden dürfen und entweder der Hardware beiliegen oder frei verfügbar sein.

Falls das Gerät entsprechende Software benötigt, um ohne Einschränkungen zu funktionieren, muss die Software beiliegen. Die Software selbst muss ebenfalls unter eine vom Open-Source-Institute (OSI) akzeptierten Lizenz gestellt werden. Alternativ muss in der Dokumentation zu dem Gerät beschrieben werden, wie eine solche Software programmiert werden kann.

Lizenzen sollten Veränderungen an der Hardware und Derivate des Originals ermöglichen und dessen Verteilung unter der gleichen Lizenz zulassen. Veränderte Hardware und Derivate müssen nach den Richtlinien hergestellt, verkauft und verteilt werden dürfen. Für Derivate sollten die gleichen Lizenzbestimmungen gelten wie für das Original.

Der ursprüngliche Entwickler muss in der Dokumentation der Derivate immer genannt werden. Zudem sollte die Lizenz garantieren, das Hardware ohne Einschränkungen auch mit anderer Hardware verwendet werden kann, die nicht der Open-Source-Hardware unterliegt. Der komplette Entwurf steht in englischer Sprache auf der Webseite des Projekts.

Vorbild TAPR, Creative Commons und OSI

Die Entwicklergruppe, die den neue Entwurf formuliert hat, besteht unter anderem aus Massimo Banzi, Entwickler des Arduino-Projekts und Limor Fried von Adafruit, das Hardware-Kits anbietet, etwa für MP3-Player. Ferner beteiligte sich der Anwalt Thinh Nguyen von Creative Commons an der Formulierung des Entwurfs.

Neben den Vorbildern Creative Commons und der TAPR Open Hardware Lizenz basiert der Entwurf auch auf den Richtlinien zu Open Source, die vom OSI festgelegt worden sind.



Meistgelesen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 24,99€
  2. 44,99€
  3. 99,99€
  4. 109,99€

mmst 14. Jul 2010

Ich glaub das Neo FreeRunner-Handy vom Openmoko Projekt ist so eine open source Hardware.


Folgen Sie uns
       


Lenovo Moto G6 - Test

Bei einem Smartphone für 250 Euro müssen sich Käufer oft auf Kompromisse einstellen. Beim Moto G6 halten sie sich aber in Grenzen.

Lenovo Moto G6 - Test Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /