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Intel: Bestes Quartal in der Firmengeschichte

Intel leitet heute in den USA mit einem Knall die Berichtssaison der börsennotierten IT-Unternehmen ein. Durch ein Anziehen der Nachfrage der Firmenkunden erzielte der Prozessorhersteller das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Auch bei den Prognosen lag Intel über den Analystenerwartungen.
/ Achim Sawall
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Intel hat im zweiten Quartal 2010 einen Gewinn von 2,89 Milliarden US-Dollar (51 Cent pro Aktie) erwirtschaftet. Der Umsatz stieg auf 10,77 Milliarden US-Dollar, nach 8,02 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten einen Gewinn von 43 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 10,25 Milliarden US-Dollar erwartet.

Die Bruttomarge lag bei 67 Prozent und damit über den Eigenprognosen von 62 bis 66 Prozent. Im laufenden dritten Quartal soll der Umsatz bei 11,6 Milliarden US-Dollar liegen, plus oder minus 400 Millionen US-Dollar. Damit könnte Intel über den Analystenerwartungen von 11,9 Milliarden US-Dollar liegen. Die Bruttomarge soll bei circa 67 Prozent bleiben.

Intel-Chef Paul Otellini erklärte, dass die starke Nachfrage von Firmenkunden den Berichtszeitraum zum "besten Quartal in der 42-jährigen Firmengeschichte" gemacht habe. Das PC- und Serversegment stehe gut da, die Nachfrage für neue Technologie werde in absehbarer Zeit weiter ansteigen.

Intel hatte, gestützt auf die Nachfrage der Privatkunden, in drei Quartalen zuvor Rekordzahlen vorgelegt. Im aktuellen Berichtzeitraum war die Nachfrage der Geschäftskunden nach Servern stark angestiegen. "Das war die große Überraschung für uns in diesem Quartal" , sagte Stacy Smith, Intels Finanzchef. Mit Serverchips erzielt Intel höhere Gewinnmargen. Auch Verkäufe von Notebooks und Desktop-PCs zeigten Anzeichen einer Erholung. So stieg der Umsatz mit Atom-Prozessoren um 16 Prozent in dem Quartal.

Otellini ergänzte, dass die Nachfrage nach Hardware für Cloud-Computing von Betreibern von Rechenzentren ebenfalls partiell angestiegen sei. Traditionell ist das zweite Quartal für die Computerindustrie eher schwach.


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