Kernel: Linux 2.6.35-rc5 mit aufgeräumtem ARM-Code

Für die aktuelle Vorabversion des Linux-Kernels 2.6.35(öffnet im neuen Fenster) hat Linus Torvalds einen Patch akzeptiert, der den Konfigurationscode für die ARM-Plattform deutlich reduziert. Torvalds hatte sich bereits vor einigen Wochen darüber beschwert, dass für jedes System-on-a-Chip (SoC) und die damit verbundenen Kombinationen aus Prozessor und weiteren Chips eine eigene Defconfig-Datei angelegt wurde.
Dadurch blähte sich der Code auf über 800 KByte auf, im Gegensatz zu dem x86er-Zweig, der dreimal weniger Code enthält. Allein die Defconfig-Dateien für die über 170 verschiedenen SoCs betragen 200 KByte. Die Dateien seien absolut überflüssig, so Torvalds, und die eingereichten Patch-Dateien dadurch nicht mehr lesbar. Er drohte damit, die Defconfig-Dateien gänzlich zu entfernen(öffnet im neuen Fenster) .
Entwickler Uwe Kleine-König hat jetzt einen Patch eingereicht(öffnet im neuen Fenster) , der den Umfang des ARM-Zweigs um etwa 200.000 Zeilen verringert. Das sei allerdings noch nicht das Ende der Geschichte, so Torvalds, aber es sei ein guter Anfang.
Die finale Version des Linux-Kernels 2.6.35 ist für Anfang August angekündigt. Das Changelog(öffnet im neuen Fenster) für die aktuelle Version listet auch einige Änderungen an dem neuen V4L-Zweig auf. Der Quellcode der aktuellen rc5 liegt auf der Webseite kernel.org(öffnet im neuen Fenster) zur Einsicht.