App Inventor: Android-Apps entwickeln, ohne Code zu schreiben

Eine Art Baukasten zur visuellen Entwicklung von Android-Applikationen stellt Google mit dem App Inventor zur Verfügung. Einfache Spiele und Lernapplikationen, Geschäftsapplikationen und kleine Werkzeuge sollen sich damit zusammenklicken lassen, ohne dass eine Zeile Code geschrieben werden muss. So will Google die Einstiegshürden für Android-Entwickler verringern.

Das App-Inventor-Team hat Funktionsblöcke vorgefertigt, die so ziemlich alles abdecken sollen, was sich mit einem Android-Smartphone anstellen lässt. Es gibt Blöcke zum Speichern von Daten in einer Datenbank, Blöcke, um Aktionen zu wiederholen oder um sie unter bestimmten Bedingungen auszuführen. Auch für die Anbindung externer Dienste wie Twitter oder Amazon stehen solche Funktionsblöcke bereit.
Der App Inventor gewährt Zugriff auf den GPS-Sensor, so dass sich auch ortsbezogene Dienste realisieren lassen. Zudem ist ein Zugriff auf Telefonfunktionen möglich, beispielsweise um SMS zu versenden oder um ankommende SMS automatisch zu verarbeiten.


Der Block-Editor nutzt die Java-Bibliothek Open Blocks(öffnet im neuen Fenster) des MIT. Der Compiler wandelt die visuellen Blöcke letztendlich mit Hilfe des Kawa Language Framework(öffnet im neuen Fenster) um.
Zusammen mit dem App Inventor hat Google einige Beispielapplikationen(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, die damit erstellt wurden. Dazu zählt das Programm DROIDMuni, das Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs in San Francisco anzeigt, Parkit, um das eigene geparkte Auto wiederzufinden, das Ratespiel Super Hero Game und Where's Speedo, eine Applikation, um Freunde und Familie zu finden.
Tutorials(öffnet im neuen Fenster) führen in die Benutzung des App Inventor ein.