Rundfunkgebühren: ARD dementiert hohe Kosten für Datenumstellung

In einer Pressemitteilung des WDR(öffnet im neuen Fenster) wird Färber zitiert: "Die in der Financial Times Deutschland (FTD) genannte Zahl der Kosten von 150 Millionen Euro für die Umstellung von der Rundfunkgebühr auf einen Haushaltsbeitrag ist für die ARD nicht nachvollziehbar."
Zwar werde die Umstellung des Datenbestandes der GEZ zusätzliche Kosten verursachen, deren Höhe steht laut WDR aber noch nicht fest. Derzeit wird geprüft, welche Maßnahmen für die Migration nötig sind. Erst dann kann laut der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt "eine seriöse Kostenkalkulation erfolgen."
Die GEZ befindet sich seit zwei Jahren auf Sparkurs. 2009 verursachte sie Kosten von 161,6 Millionen Euro, was 2,13 Prozent der gesamten eingenommenen Gebühren von 7,6 Milliarden Euro entspricht. Da in Zukunft nicht mehr alle Rundfunk- und Fernsehgeräte einzeln erfasst werden sollen, soll dieser Anteil auf unter 2 Prozent sinken.
Dafür ist jedoch eine pauschale Erhebung für jeden Haushalt geplant, ausgenommen bleiben die von der GEZ befreiten Bürger. Die Überprüfung der Voraussetzungen dafür verursacht bei der GEZ hohe Kosten, wie GEZ-Chef Hans Buchholz der FTD sagte. Er bezifferte diesen Aufwand jedoch nicht.