Asus Ares: Grafikmonster mit zwei GPUs und 450 Watt zerlegt

Ares heißt die neue Monstergrafikkarte von Asus, nach dem griechischen Gott des Krieges. Das römische Pendant, Mars, gibt es schon länger, es ist mit Nvidia-GPUs bestückt. Die Tester von HardOCP(öffnet im neuen Fenster) haben die schlicht "Ares" getaufte Karte noch vor ersten Messungen zerlegt.





Die Platine ist noch größer als die der Radeon HD 5970 . Sie ist mit 29 Zentimetern zwar nicht länger, aber 12 Zentimeter Höhe passen nur in sehr voluminöse Gehäuse. Da ein mit Heatpipes versehener Kupferblock auf jeder GPU sitzt, kommt die Ares auf über zwei Kilogramm Gewicht. Zwischen den Kühlkörpern sitzt ein 100-Millimeter-Lüfter, der folglich über die Hälfte der Abluft ins Gehäuse bläst.
Diese Maßnahmen sind nötig, um die Abwärme der beiden GPUs unter Kontrolle zu halten. Statt mit 725 und 1.000 MHz für GPU und Speicher wie bei AMDs Doppel-GPU-Karte laufen die beiden Cypress-Chips der Ares mit 850 MHz und der Speicher mit 1.200 MHz. Damit entspricht die Karte zwei Radeon HD 5870 auf einer Platine. Im Gegensatz zu diesen Beschleunigern im Referenzdesign sind aber je GPU 2 GByte GDDR5-Speicher verbaut, was die Leistungsaufnahme weiter nach oben treibt.
Stromversorgung für 450 Watt
Daher hat Asus auch zwei 8-polige PCIe-Buchsen sowie eine 6-polige verbaut. Zusammen mit dem PEG-Slot kann die Karte so laut den PCIe-Spezifikationen maximal 450 Watt Leistung aufnehmen. Genau genommen darf sie sich damit auch nicht mehr als Gerät nach PCI-Express bezeichnen, da dabei höchstens 300 Watt für eine Karte erlaubt sind. Diese Vorgabe betrifft jedoch vor allem PC-Hersteller, die so viel Wärme aus dem Gehäuse abführen können müssen.
Technikfans und Übertakter, die ihre Rechner selbst zusammenbauen, schrecken solche Werte meist nicht ab – aber im Fall der Ares tut das vielleicht der Preis. Unbestätigten Angaben zufolge soll die Grafikkarte mit über 1.000 US-Dollar so viel kosten wie ein gut ausgestatteter Gaming-PC. Dass das Gerät damit nicht nur das technisch Machbare demonstrieren soll, sondern auch für Hardwaresammler gedacht ist, beweist die Ausstattung. Die Ares wird in einem Metallkoffer samt Zubehör wie einer Spielemaus geliefert.
Asus will nur eine geringe Zahl der Ares-Karten herstellen. Wie viele es sein sollen und wann sie in Deutschland zu welchem Preis auf den Markt kommen, verriet das Unternehmen auch auf Nachfrage nicht. Offenbar soll mit den nun verschickten Mustern getestet werden, ob es für solche Top-End-Produkte einen Markt gibt.