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(N)Onliner-Atlas 2010

Ost-West-Schere öffnet sich weiter

Derzeit nutzen knapp drei Viertel der Deutschen über 14 Jahre das Internet. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten Studie (N)Onliner-Atlas 2010. Die Verteilung ist jedoch ungleich: In den neuen Bundesländern wächst die Verbreitung weniger als in den meisten alten.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Internet verbreitet sich weiter in Deutschland: Erstmals verzeichnet der (N)Onliner-Atlas 2010, der heute vorgestellt wurde, eine Nutzung von mehr als 70 Prozent. Danach nutzen derzeit 72 Prozent der Deutschen über 14 Jahre das Internet - im Jahr 2009 waren es 69,1 Prozent.

16 Millionen Verweigerer

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Im Gegenzug bedeutet das aber, dass weiterhin 28 Prozent oder 19 Millionen der über 14-Jährigen das Internet nicht nutzen. Von denen sind der überwiegende Teil Verweigerer aus Überzeugung: 16 Millionen Deutsche wollen auch weiterhin offline bleiben.

Die Offliner leben vor allem in den östlichen Bundesländern: Zusammen mit dem Saarland liegen die fünf Länder der ehemaligen DDR am Ende der Rangliste. Der Anteil liegt dort unter dem Bundesschnitt: In Brandenburg nutzen 67,8 Prozent der Bürger das Internet, im letztplatzierten Mecklenburg-Vorpommern 62,7 Prozent. Spitzenreiter ist Bremen, wo 80,2 Prozent der Bürger das Internet nutzen, gefolgt von Baden-Württemberg (76 Prozent) und Berlin (75,2 Prozent), die die Plätze gegenüber 2009 getauscht haben. Danach kommen Hamburg (75 Prozent) und Hessen (74,2 Prozent).

Der Osten verliert

Bremen konnte seine Spitzenstellung noch ausbauen: Schon im Vorjahr auf Rang 1, verzeichnete der Stadtstaat mit einem Plus von 6 Prozent die zweitgrößte Zuwachsrate. Den größten Zuwachs hatte Rheinland-Pfalz (6,4 Prozent), das sich dadurch um 3 Plätze auf Rang 7 nach vorne geschoben hat. Schlechter sieht es auf den hinteren Plätzen aus: Statt aufzuholen, fallen diese Länder noch weiter zurück. Der Zuwachs ist zum Teil sehr viel geringer als im Durchschnitt. Die wenigsten Neusurfer hatten Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, in denen der Zuwachs jeweils unter 1 Prozent lag.

Einen Unterschied in der Nutzung gibt es auch zwischen Stadt- und Landbevölkerung: In Ballungsräumen sind 74,8 Prozent der Einwohner online, in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern nur 65,8 Prozent. Es ist allerdings gut möglich, dass sich dort etwas tut, wenn durch die digitale Dividende mehr Breitbandzugänge in ländlichen Gegenden verfügbar werden.

Bildungsunterschiede werden kleiner

Andere digitale Spalten scheinen sich hingegen langsam zu schließen. Waren früher hauptsächlich Menschen mit höherem Schul- und Universitätsabschluss online, so holen diejenigen mit Volks- oder Hauptschulabschluss kontinuierlich auf. Derzeit nutzen in dieser Bildungsgruppe 56,6 Prozent das Internet. Die Internetnutzung stieg hier um 3,9 Prozent. Weitere 5 Prozent planen, im kommenden Jahr ins Internet zu gehen. Von denen, die einen weiterbildenden Schulabschluss haben, nutzen 76,2 Prozent das Internet. Bei Abiturienten und Studierten beträgt der Onliner-Anteil 88,8 Prozent. Von den Schülern hingegen nutzen fast alle (97,5 Prozent) das Internet.

Auch die Altersaufteilung weicht langsam auf: Praktisch jeder Zweite über 50 (49,6 Prozent) nutzt das Internet. Allerdings nimmt die Internetnutzung mit steigendem Alter ab: In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen entspricht der Onliner-Anteil (71,8 Prozent) dem Bundesdurchschnitt. Bei den 60- bis 69-Jährigen sind immer noch mehr als die Hälfte online (54 Prozent), bei den über 70-Jährigen hingegen nicht einmal ein Viertel (23,3 Prozent).

Modem vor mobil

Über DSL surft nach wie vor der größte Anteil der Befragten (42,8 Prozent). Knapp jeder Zehnte geht über ISDN (9,3 Prozent) und immerhin noch 7 Prozent per Modem ins Internet. Per Kabel (4,5 Prozent) oder mobil (1,9 Prozent) hingegen surfen nur wenige. Allerdings ist der mobile Internetzugang ein Wachstumsmarkt: Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil der Mobilsurfer beinahe verdoppelt.

Der (N)Onliner-Atlas wird jedes Jahr von der Initiative D21 in Auftrag gegeben. Für die Ausgabe 2010 befragte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest/Emnid zwischen Februar und Mai 30.000 repräsentativ ausgewählte Bürger.

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Oktavian 09. Jul 2010

Völkerrechtlich zwar nicht, faktisch kurz vor dem Ende dann schon. Schließlich wurde...

Mr.Sinister 09. Jul 2010

Die nimmt zunehmend ab.

Anonymer Nutzer 09. Jul 2010

das kann ich aber bei den meisten Beiträgen hier nun gar nicht glauben... :D

3_Weltmeister 09. Jul 2010

jaja... und Bayern gewinnt am Samstag gegen Uruguay...

Autor1 09. Jul 2010

Ist doch klar. Die flexiblen Ossis wandern in den Westen aus und die rückständigen...


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