Marketing: Stellenabbau bei Microsoft (Update)

Mit dem Beginn des neuen Finanzjahres im Juli 2010 gibt es Entlassungen bei Microsoft. Weltweit werden einige hundert Arbeitsplätze abgebaut, berichtet Techflash, ein Blog des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) , unter Berufung auf Unternehmenskreise. Durch gleichzeitige Neueinstellungen wird die Zahl der Mitarbeiter jedoch insgesamt leicht ansteigen, so das in Seattle beheimatete Blog. Ein großer Teil der Entlassungen soll im Marketing erfolgen.
Die Abbaupläne sind einzelnen Mitarbeitern laut Techflash gestern mitgeteilt worden. Einige der Entlassenen können sich auf andere Stellen im Konzern bewerben. Das US-Branchenmagazin CNet(öffnet im neuen Fenster) hat den Bericht bestätigt.
Ende Juni 2010 hatte Microsoft 88.596 Beschäftigte, ein Anstieg um über 400 seit dem letzten Quartal. Davon arbeiten 39.824 in der Konzernzentrale in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington.
Nach nur zwei Monaten hat Microsoft vor einer Woche sein Kin -Handy eingestellt. Die gesamte Kin-Abteilung wird aufgelöst und für die Entwicklung von Windows Phone 7 abgestellt.
Der weltgrößte Softwarekonzern hatte Ende Januar 2009 erstmalig die Streichung von rund 5.000 Stellen bis Juni 2010 angekündigt. Damit sollten pro Jahr 1,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Der Vorstandsvorsitzende Steve Ballmer sagte im Mai 2009 , abhängig vom Verlauf der Weltwirtschaftskrise seien weitere Stellenstreichungen möglich. Anders als in vielen anderen großen Softwarekonzernen hatte es für die Microsoft-Belegschaft zuvor keine größeren Entlassungswellen gegeben. Nur in einzelnen Bereichen oder nach größeren Übernahmen kam es zu Stellenstreichungen bei Microsoft. Zwischen Juni 1999 und Juni 2008 war die Belegschaft von 31.000 auf 91.000 Mitarbeiter gewachsen. Vor dem Stellenabbau hatte Microsoft zuletzt 96.000 Mitarbeiter.
Microsoft hat sich zu den Berichten bisher nicht geäußert.
Nachtrag vom 8. Juli 2010, 11:25 Uhr:
Microsoft plant in Deutschland keinen Stellenabbau, teilte eine Unternehmenssprecherin Golem.de auf Anfrage mit. Wie Golem.de aus Unternehmenskreisen erfahren hat, entfallen auch in Deutschland Stellen im Marketing. Dafür soll es aber zugleich Neueinstellungen im Vertrieb für Cloud-Computing geben.



