Smartphone: DVD Jon kritisiert Android Market

Während der Android Market in 46 Ländern(öffnet im neuen Fenster) verfügbar ist, gibt es die Bezahlfunktion nur für 13 Länder(öffnet im neuen Fenster) , kritisiert Johansen(öffnet im neuen Fenster) . In der überwiegenden Mehrzahl der Android-Märkte können Entwickler somit nur kostenlose Applikationen anbieten. Lediglich in 28,2 Prozent der Android-Länder ist der Absatz kostenpflichtiger Applikationen möglich. Neben Deutschland und den USA sind das Australien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, die Niederlande, Österreich, die Schweiz und Spanien.
Apps ohne Landeswährung des Kunden
Auch ein weiterer Kritikpunkt am Android Market betrifft die Bezahlfunktion. Wenn eine Applikation aus einem anderen Land kommt, wird der Preis nicht in der Landeswährung angegeben. Stattdessen erhält der Nutzer den Preis in der Währung des Landes, in dem die Applikation in den Android Market gestellt wurde. Ein Kunde des deutschen Android Market muss etwa eine britische Software in Pfund statt in Euro bezahlen. Das erfordert die Mühe, den Preis der Software in der örtlichen Währung herauszufinden.
Johansen stört sich außerdem daran, dass bei ausländischen Bezahlapplikationen weniger Bezahlmöglichkeiten zur Wahl stehen. Für deutsche Kunden trifft diese Kritik ironischerweise nicht zu, denn hierzulande gibt es sowieso nur einen Bezahlweg, und zwar den per Kreditkarte. Bezahlung über die Mobilfunkrechnung oder per Banküberweisung ist nicht möglich.
Aus Entwicklersicht fordert Johansen außerdem eine Bezahlfunktion innerhalb der Software. Damit könnte eine Demoversion einer Software bequem in eine Vollversion gewandelt werden. Zudem fehlt seiner Meinung nach die Möglichkeit, Changelogs zu veröffentlichen, damit sich ein Softwarenutzer über die Änderungen an einer Applikation informieren kann.
Applikationen im Android Market verstoßen gegen Urheberrechte
Aber auch die Softwareauswahl im Android Market verärgert Johanson. Im Android Market befänden sich viele Programme, die gegen Urheber- und Markenrechte verstoßen. Dazu zählen etwa Klingeltöne bekannter Musiker, die nicht von den Künstlern autorisiert wurden. Je Künstler gebe es eine eigene Software, so dass sich knapp 150 solcher Programme im Android Market befinden und ihn unnötig unübersichtlich machten. Damit würden Applikationen in Misskredit gebracht, die geltenden Gesetzen entsprechen, meint Johanson. Vor allem im Bereich von Musiksoftware gibt es nach seiner Auffassung viele Produkte, die sich nicht um Urheberrechte scheren.
Johansen hat mit Doubletwist einen Konkurrenten zu iTunes entwickelt, um Multimediadaten mit mobilen Geräten zu synchronisieren.



