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Bulletstorm: Dem Kugelhagel droht der Index

Für besonders kunstvolle Abschüsse gibt's Extrapunkte – so der makabre Grundgedanke hinter Bulletstorm. Das polnische Entwicklerstudio People Can Fly, bei dem das Actionspiel in Zusammenarbeit mit Epic Games entsteht, kündigt nun an, dass der Inhalt nicht geschnitten wird.
/ Peter Steinlechner
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"Kill with skill" , so heißt laut dem polnischen Entwicklerstudio People Can Fly das Motto von Bulletstorm , das nach aktuellem Stand im Februar 2011 für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen soll. Eine Veröffentlichung in Deutschland ist allerdings wenig wahrscheinlich: Adrian Chmielarz sagte jetzt im Gespräch mit CVG.com(öffnet im neuen Fenster) , dass bei dem Actionspiel keine Schnitte geplant sind. Die Chancen, dass es von der USK in der Originalversion eine Freigabe wenigstens für Erwachsene bekommt, dürften damit äußerst gering sein.

In Bulletstorm geht es darum, seine Gegner möglichst spektakulär über den Haufen zu schießen – wem das besonders makaber gelingt, der erhält Extrapunkte und schaltet damit beispielsweise weitere Waffen frei. Das Programm versetzt den Spieler in die Rolle eines Söldners namens Grayson Hunt, der im 26. Jahrhundert gemeinsam mit einer Begleiterin auf einem Planeten am Rand des Sonnensystems überleben möchte.

Die Entwickler verstehen ihr Werk nicht als tumbe Metzelorgie, sondern als völlig übertrieben wirkende Action mit ironischem Unterton, ähnlich wie Tarantino es in seinen Filmen hinbekomme. Die Folgen eines möglichen Verkaufsverbots will Chmielarz in Kauf nehmen: "Wir wollen, dass unser Spiel in Deutschland mit seinem großen PC-Markt erscheint. Wenn das nicht geht? Nun, dann gibt es Amazon."

People Can Fly gehört seit 2007 zum US-Studio Epic Games, das bereits eigene Erfahrungen mit deutschen Jugendschutzbehörden gesammelt hat: Die beiden bislang veröffentlichten Ausgaben der Actionreihe Gears of War wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index gesetzt.


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